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Kleiner Linealtrick - damit es nicht kracht!

 Ich habe ein kleines Video hochgeladen, denn es "kracht" in den Anfängerstunden immer so oft. Und ich habe es auch schon krachen lassen, im Urlaub, Sommer, noch schnell im Garten zuschneiden am Gartentisch aber eigentlich nichts mehr sehen - und ... krach.

Wie man den Kracher vermeidet und das Lineal verschont, ein kleiner Tipp von mir.



One Block Wonder Tool? Kennt Ihr schon?

Das "One Block Wonder" Tool ist eine großartige Methode, um bunte großgemusterte Stoffe in beeindruckende Quiltblöcke zu verwandeln. Diese Technik ermöglicht es, mit nur einem Stoff eine Vielzahl von faszinierenden Designs zu kreieren. Wenn du also ein leidenschaftlicher Quilter bist und deine Stoffvorräte ausgiebig nutzen möchtest, ist dies die perfekte Gelegenheit, um das "One Block Wonder" Tool auszuprobieren!

https://oneblockwonder.com/design-helper/

Und hier gleich einmal ein Beispiel - zuerst der Ausgangstoff, dann zwei Einzelblöcke und dann das Ergebnis! Und das alles ohne einen Rollschneider oder eine Stecknadel in der Hand gehalten zu haben. Stoff bei mir hier ist BLUE JAYS von Timeless Treasures - in unserem Webshop erhältlich.








Hier sind einige Schritte, wie Du vorgehen kannst:

  1. Stoffauswahl: Wähle einen bunt gemusterten Stoff mit großen und interessanten Motiven aus. Blumen, Paisleys oder andere auffällige Designs eignen sich besonders gut. Es ist wichtig, dass der Stoff großflächige Muster hat, um die Wirkung der Technik voll auszuschöpfen.

Du legst die Stoffrapporte (meist sind es 60 cm Rapport) haargenau übereinander und fixierst alles mit Stecknadeln. Benötigt werden 6 Stoffrapporte - also 6 Lagen Stoff.
  1. Danach schneidest du den Stoff in gleichmäßige Streifen von ca. 12-15 cm Breite.

  2. Schneide die Streifen in gleichgroße Dreiecke. Du kannst dafür ein spezielles Lineal für 60-Grad-Winkel verwenden, das aber nicht notwendig ist, denn üblicherweise hat jedes längliche, größere Lineal auch eine 60 Grad Markierung. Die Dreiecke mit einem Schneidemesser und einem Lineal zuschneiden.


  3. Hexagonblöcke erstellen: Ordne die Dreiecke zu gleichseitigen Sechsecken (Hexagonen) an und nähe sie an den Kanten zusammen. So entstehen beeindruckende Blockmuster.


  4. Anordnung der Blöcke: Sobald Du eine ausreichende Anzahl von Hexagonblöcken erstellt hast, kannst Du mit ihrer Anordnung experimentieren. Durch das Drehen und Verschieben der Blöcke ergeben sich erstaunliche optische Effekte.


  5. Quilten und Fertigstellen: Nachdem du mit der Anordnung zufrieden bist, nähst du die Blöcke zu einem Top zusammen und quiltest es. Die Art des Quiltens hängt von deinen Vorlieben und deinem Können ab. Du kannst mit der Hand oder mit der Maschine quilten.

  6. Wenn du alle Schritte abgeschlossen hast, bewundere dein farbenfrohes und einzigartiges Quiltprojekt!

Denke daran, dass das "One Block Wonder" Tool viel Spielraum für Kreativität bietet. Mit unterschiedlichen Stoffen, Farben und Anordnungen kannst du völlig unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Sei bereit, dich von den faszinierenden Mustern überraschen zu lassen, die aus einem einzigen Stoff entstehen können!

Viel Freude beim Ausprobieren dieser aufregenden Technik und dem Erschaffen Deines eigenen Meisterwerks aus bunt gemusterten Stoffen! Und gebt mir nicht die Schuld, wenn Ihr so wie ich viel zu lange mit dem Tool herumspielt!


Eure Roswitha

Schneller Block - schneller Erfolg - aber lange Spaß damit!

 


Neuer Tag - neuer Quiltspass! Die Blöcke mag ich, wenn ich echt an nichts denken kann. Bei absolut null Konzentration sind die total perfekt.
Man braucht dieses Lineal nicht (ich für meinen Teil finde Lineale sowieso nur immer dann, wenn ich sie gerade nicht brauche, also habe ich Standardlineale an allen meinen Arbeitsplätzen - das reicht völlig).
Und jetzt viel Spaß mit dem kurzen Video - und es ist genau so schnell genäht. Ihr könnt auch Streifen hernehmen, Reste, was auch immer herumliegt.
https://youtu.be/Xfrc_52zYlY - auf den Link klicken, dann geht´s los!


QuiltPro jetzt KOSTENLOS als Download

 QuiltPro hat das Programm für KOSTENLOSEN DOWNLOAD freigegeben, Grund ist dass es keinen weiteren Support oder Updates mehr geben wird, sie beenden die Wartung des Pogramms.

Vorteil von QuiltPro - es ist sehr anwenderfreundlich, man muss sich nicht stundenlang damit beschäftigen wie mit Electric Quilt.
Wie kommt man also dazu - auf die Seite von QuiltPro, https://quiltpro.com/ - hinunterscrollen, Mac oder PC auswählen, dann entweder neu registrieren oder wenn man bereits eine Registrierung hat einloggen.
Es ist kostenlos, weil ein Abschiedsgeschenk von QuiltPro nach all den Jahren.
**The software should run on Windows 11 and lower; Mac OS 10.14 High Sierra and lower (incompatible with Mac OS 10.15 Catalina and higher).**



Drucke auf dunklem T-Shirt Stoff für T-Shirt Quilts

 T-Shirt Quilt aus dunklen T-Shirts, und es soll zusätzlich ein eigenes Bild aufgedruckt werden in dem Top, auf TShirt Stoff. Für dunkle Stoffe war das echt immer ein Problem, eine Kundin hat jetzt die Lösung gefunden und es klappt optimal - und das gebe ich gerne weiter.

Speziell für dunkle T-Shirt Quilts. Nehmt ein Rückenteil von einem T-Shirt, druckt das gewünschte Bild auf die Folie, bügelt es auf den Stoff und fügt es in das Top ein, so als wäre es ein T-Shirt-Block.
Video dazu gibt es bei dem Link:
Geht übrigens für alle dunklen Stoffe, nicht nur für T-Shirtstoffe.




Tag 20 Adventskalender - Klein, kleiner, am kleinsten ...

 Scraps lieben wir doch alle. Manche bezeichnen schon ein Fat Quarter als "Rest", was uns regelmäßig zum Lachen bringt. Da zaubern wir schon einen Viertel-Quilt daraus.

Das hier ist richtig schön scrappig und die Frage nach den Kassenrollenstreifen kommt immer wieder. Ein nettes Tutorial, und sie näht nicht nur Streifen auf Streifen sondern zeigt auch das Pressing, die Teilstücke usw. 


Ganz anders geht es hier zu, man bemerke statt Scraps den Namen "Crumbs", also wirklich die kleinsten Teile wie man halt so verschneidet im Laufe der Zeit.


Und das Video kommt jetzt hier hinein weil es einfach dazugehört und wir auch viele Neulinge, wie wir sie gerne liebevoll nennen "Quiltküken" bei uns haben. Diese Blöcke habe ich stapelweise, ich verwende als Unterlage aber Papier und nicht Stoff. Ganz normales Druckerpapier und die Stichlänge reduzieren. So ist das Papier herrlich perforiert und lässt sich ganz leicht herausreissen. Genau das Richtige für einen netten Familienabend, wo mehrere Leute zusammensitzen und "ach, hast du gar nichts zu tun...." auch ein paar Blöcke zum Papierentfernen in die Hand bekommen :) 


Wichtig ist nur dabei etwas Ruhe dann in den Quilt zu bringen. Für komplett irre-wirre Quilts bin ich persönlich nicht zu haben, aber tolle Sashings dazwischen oder sogar die Blöcke ein wenig nach Farben zu sortieren, das ist dann schon echt meins.

Also dann, vielleicht habt Ihr Lust bekommen während der Feiertage Euch über Eure "Krümelschachteln", oder Scrapkisten zu stürzen! Ein Tipp noch: es ist immer praktisch ein paar von den Teilen, z.B. Kassenstreifen oder auch Papierquadrate, zum Benähen direkt bei der Nähmaschine zu haben. Stoffstück in der Hand, Blick auf das Teil ... und zack, drauf damit.

Eure Roswitha

... bis morgen 



Tag 19 Adventskalender - vierter Adventsonntag

 


Wir haben die besten Fähigkeit die es gibt, nämlich aus allem etwas zu machen. Die Keksausstecher werden zu Schablonen, oder zu Quiltmustern. Filzreste die keiner ansehen würde werden zu Nasen, Augen, Tupfen.
Wir können Baumwollstoffe verarbeiten, Filz, Wollfilz, was wir wollen. Und das noch fünf Minuten vor Weihnachten. 

Schablonen dazu gibt es im Internet mehr als genug, die meisten gibt es aber in der eigenen Küche. Untertassen, Gläser usw. für runde Formen, Ausstecher etc. für Motive.

Einfach der eigenen Kreativität nachgehen - auch das ist Entspannung zur Weihnachtszeit!

Eure Roswitha 


Tag 16 Adventskalender - Rituale und Entspannung

*** Noch eine Anmerkung eingeschoben - wir hatten im Gewinnspiel die falsche Emailadresse, richtig ist bestellung@countryrose.at - also nochmal senden ****

Tag 16, wieder ein Nähtag. Block 8 mittlerweile, 


 Und für Block 8 gibt es ein kleines Tutorial. Wir starten mit den Rundungen, vorher wird aber die gerade Linie einmal vorgefalzt. Das definiert Anfang und Ende des sehr spitzen Teils. Das X bezeichnet den Außenrand, und dort ist die Nahtzugabe wesentlich größer, damit sie hinterher problemlos eingekürzt werden kann. 

Ich verwende Klebestift, aber minimale Mengen. Hier sieht man wie die kurvigen und vorher mit kleinen Einschnitten versehenen Seiten sich schön an die Schablone anpassen. 


 Da man vorher die gerade Seite gefalzt hat, legt sie sich jetzt ganz gefälli einfach um und man sieht die herrlich spitzen Ecken. 

Die Mitte ist einfach, jetzt geht es an die Rundungen. Zuerst die Achtelkreise zusammensetzen, die Methode bleibt immer gleich. Die Achtelkreise zu Viertelkreisen zusammenbauen ... 

Die Viertelkreise jetzt von der Rückseite her gesehen, der Mittelteil ist ja schon bekannt und auch fertig genäht

Und hier, wie man am einfachsten vorgeht um die Punkte zu treffen. Die Position der Nadel ist jetzt kein Witz, ich steche ziemlich weit entfernt ein, habe aber keinen Knoten am Faden. Von der Vorderseite her Sicherungsstiche anbringen die man danach auch wieder entfernen kann wenn man möchte. Also entweder richtige Farbe, dünner Faden. Oder andere Farbe und nach dem Nähen des Teils den Heftfaden wieder herausholen. 

So wird dann richtig genäht, von der Rückseite aus gesehen. Von der Mitte nach außen, vernähen. Dann wieder von der Mitte an die andere Seite, so klappt es auch perfekt mit einer zufriedenstellenden Platzierung der Teile. 

Und wo bleibt jetzt das Ritual?
Ich habe mehrere Handnähprojekte. Eines, wenn ich so richtig bei der Sache bin. Eines, wenn es zeitig am Morgen ist. Und eines am Abend, wenn ich meinen Augen nichts mehr zumuten kann.
So vermeide ich Frust, das eine oder andere Projekt jetzt nicht nähen zu können. Abends hefte ich Hexagone oder überziehe Schablonen, so wie diese hier.
Morgens nähe ich größere Teile, da brauche ich ein wenig Erfolg. Da will ich sehen, was ich gerade genäht habe und da reicht mir nicht, mir drei Melonen von 300  vorzustellen und das als Erfolg zu werten, das schwingt mich nicht in den Tag hinein.
Und wenn ich dann Kaffeepause habe, oder Zeit zwischendurch, dann kommt etwas an die Reihe, wo ich mich konzentrieren muss, oder ein Langlanglangzeitprojekt.

Dazu kommen, jetzt könnt Ihr gerne schmunzeln, noch ein paar Rituale. Abends ist es eine Handcreme, wichtig ist mir immer dass der Duft gleich bleibt. Keine versteckte Werbung sondern nur Begeisterung, ich liebe die Projekte von Rituals. Trotz Handcreme kein Problem beim Nähen.
Morgens ist es Kaffee, meine Tassen, und mein Mug Rug. Außerdem richte ich mir abends schon meinen Nähmorgen her, es liegt also alles hier.
Und dann für mein Langzeitprojekt eine schöne Tasche, mit allem drum und dran. Da hat alles seinen Platz, sie ist klein und kann herumgetragen werden ohne großartigen körperlichen Einsatz. Klein, fein, schick, japanisch, ich liebe sie.

Rituale - ich brauche das. Das zentriert mich auch, in diesen völlig verrückten letzten zwei Jahren war das absolut notwendig und hat sich auch noch in anderen Bereichen festgesetzt. Rituale, die mich herunterkommen lassen.

Ich wünsche Euch einen entspannten Abend, oder Morgen, und vielleicht überlegt Ihr auch, ob Ihr Rituale wollt um Euch ein wenig aus dem Alltag herauszulösen, denn genau das tun diese Abfolgen. Und da helfen auch Düfte, Räucherstäbchen sind übrigens auch ganz toll.

Eure Roswitha  












Tag 10 Adventskalender - eine Menge Tipps

Unlängst habe ich von Alex Anderson gehört, so lange kann man nicht quilten als dass man nicht immer etwas Neues lernt, und auch Altes und Bewährtes wieder hervorholt.

Beim Maschinennähen ist es natürlich vor allem einmal die Maschine selbst. Eine frische Nadel bei einem neuen Projekt sollte selbstverständlich sein, ein guter Faden der möglichst abriebfrei ist (wir empfehlen immer Gütermann, die 800 Meter Spulen), denn wer möchte in seiner Maschine schon den Baumwollflusen hinterherjagen. Vermischt mit Öl (und da Achtung - einige Maschinen vertragen kein Öl, wer eine Nähmaschine übertragen kauft ohne Gebrauchsanweisung, der bildet sich bitte im Internet) gibt das ganz gewaltige, fett Knödel.

Putzen ist das A und O beim Maschinennähen. Dazu dann das passende Füßchen, oder Notizen falls sich die Nadeleinstellung verändern lässt, all das ist für passionierte Maschinnäher sowieso normal. Wer allerdings selten näht scheitert oft an Mustern, nicht weil das Muster das Problem wäre sondern die Grundschritte einfach vergessen wurden.

Reisst der Faden, dann versucht die Spule anders einzusetzen. Meist ist nicht die Nadel schuld, sondern die Position der Spule. Man kann sie andersrum abrollen lassen, man kann sie kippen, viele Maschinen haben viele verschiedene Möglichkeiten die Obergarnspule einzusetzen. 
Ganz einfach herzustellen aber ganz böse Folgen kann es haben, wenn das Licht nicht passt. Viele von uns haben zusätzlich zum Nählicht der Nähmaschine auch noch eine gewaltige Ladung Kunstlicht hinter der Maschine. Schattenwerfer machen krumme und schiefe Nähte, man lenkt ins Blinde hinein. 


Es gibt so viele verschiedene Füßchen bei jeder Nähmaschine meist als Standardausstattung. Warum nicht ausprobieren was vielleicht unüblich ist? Ich habe z.B. einen Teflonfuß, den liebe ich. Nicht weil ich die Fläche wirklich brauche, sondern er lässt mir so viel Blickfeld frei, hat für die Nadel mehr als genug Platz wenn ich die Nadelposition verstelle usw., ich kenne Quilter*innen, die nähen mit einem Reissverschlussfuß. Warum nicht? Quiltpolizei? Die pfeift sich um keine Füßchen. 

Aufbewahrung von Garnen - 

Das ist doch schick, oder? Finden die Garnhersteller auch, denn nach einiger Zeit sind die Fäden ausgetrocknet, verblichen, und lassen sich mit dem Fingernagel vom Kern kratzen. Einige von euch werden schon in den Internetgruppen die eine oder andere Beschwerde gelesen haben, wenn Garn sich regelrecht auflöst. Ihr wisst ja auch nicht, wie alt das Garn war als ihr es gekauft habt. Man kann diese Mengen an Baumwollgarn nicht verbrauchen, die gehören weggepackt. In Kunstoffboxen, in Holzboxen, weg vom Sonnenlicht, geschützt vor allen Einflüssen die ihnen schaden. Natürlich ist das hübsch, das funktioniert mit Polyestergarnen, Rayon etc, die bringt so leicht nichts um.
Aber Baumwolle und auch Seide, die mögen das überhaupt nicht.

Ich habe hier im Quiltshop einen Tick, den jeder kennt der mal (sehr unbeliebte Arbeit übrigens -- dabei kann man da so herrlich nachdenken) nachgebunkert hat in die zahlreichen Garnständer. Wenn noch eine oder mehrere Spulen in dem Fach sind, heraus damit. Neue Garne hinein, die Garne die vorher schon da waren nach vorne. Wie im Supermarkt - die ältere Ware immer nach vorne. Was bei unserem Garnverbrauch im Quiltshop nicht der Fall sein kann, aber steckt man ständig die neuen Garne vorne weg, irgendwann einmal ....? Nicht bei uns. 

"Ich weiß nicht wo das Loch herkommt!" ...
ich schon. 
Man fragt dann nach der Art der Nadeln, dann kommen die Sicherheitsnadeln von Uroma "die doch noch ganz passabel wären" usw., alte bzw. viel benutzte Nadeln stumpfen ab, statt sich zwischen den Fäden der Stoffe durchzuschlängeln reißen sie die Fäden dann ab, dann entstehen Löcher oder ziehen lange Fäden. Ich habe schon Quilts gesehen, die ernsthaft mit verrosteten Nadeln geheftet waren.
Sparen ist ganz gut und nett, aber hat seine Grenzen - ab und zu mal wieder neue Stecknadeln zu kaufen fällt nicht unter Luxus. 

Und der letzte Tipp für heute, der Handnäher und Maschinennäher gleichermaßen trifft - das Aufbrauchen von Restfäden oder alten Fäden.
Zuerst testen, ob sie nicht abfärben. Ein Heftfaden bleibt gerne irgendwo im Top, dann blitzt plötzlich ein pinkfarbener Fleck nach der ersten Wäsche aus dem weißen Stoff. Wo kommt das her?
Der Heftfaden war es.
Wie testet man Fäden? Ein Stück Faden, ca. 20 cm, in Wasser einweichen. Zwischen zwei weiße Stück Stoff legen, solche Restchen hat man bald irgendwie, und dann überbügeln. Stoff ansehen - sind da Flecken, dann Adieu Garn, du darfst wieder ins Eck und auf deinen Einsatz warten.


Und das ist jetzt wirklich allen Handnähern, die z.B. Hexagone oder alles, wo Heftfäden in den Teilen bleiben, ans Herz gelegt. Nehmt weissen Heftfaden, es lohnt sich. Man weiß überhaupt nicht, was man sich an Ärger erspart wenn man beim Heftfaden acht gibt, sich in kein Farbabenteuer zu begeben.

Bis morgen!
Eure Roswitha  









Tag 5 - der Tag der Tipps

 Heute gibt es im Adventskalender für alle drei Varianten verschiedene Inhalte in den Tütchen, allesamt nützlich natürlich.

Und hier ein nützlicher Tipp zum gestrigen Handnähblock, nochmal genauer gezeigt wie man sich das Leben einfacher macht.

Jeder findet sein System, meines ist die Reihenfolge der Zahlen. 1+2 ergeben schon einen Teil der zuerst vernäht wird, 3+4 den nächsten usw., dann die Zwischenteile 9, 10, 11 und 12

Die Eckteile bleiben wieder am Stück, 13+14+15, 16+17+18 usw.

Wichtig ist die Zahlen gerade, wie auf liniertem Papier, aufzuschreiben. Und keine Frixionstifte o.ä. zu verwenden, man kann schon einmal einen Teil überbügeln und dann, schwupps, ist alles am Papier weg.

An den Außenkanten des Blocks gibt es bei mir immer ein X, das habe ich schon erklärt warum.

Und warum die Sorgfalt mit den Teilen? Erstens, es geht unglaublich schnell und macht keine Mühe sie zu kennzeichnen. Zweitens, man schneidet die Teile aus und obwohl man so darauf achtet sind es bei kleinen Blöcken die ganz kleinen Unterschiede, wo es dann hakt (hier zum Beispiel die kleinen Mittelreiecke - sie sind nämlich nicht seitengleich). 

Je kleiner der Block, desto sorgsamer die Anfertigung der Einzelteile. Und zum Dritten - ich lege meist die Blöcke weg, hole sie wieder hervor, und bin dann ratlos. Was gehört wohin? Wo ist meine Vorlage? Ich bin chaotisch, umso mehr System muss ich in die Vorbereitung stecken, die paar Sekunden tun nicht weg und ich kann dann von der Rückseite her jeden Block perfekt wieder zusammensetzen.


Heute gibt es, so ganz nebenbei, eine Schneeflocke.
Applizieren, Sticken, Quilten ...
(jpg - abspeichern, in Word einsetzen und vergrößern oder verkleinern nach Lust und Laune) 


Tag 4 - und wozu eine Weihnachtskarte gut sein kann außer für Wünsche

 Schon Weihnachtspost bekommen? Falls nicht muss die Karte von Ostern herhalten. Deswegen sollten Postkarten nie aus unserem Leben verschwinden, denn kein Email hilft einem dabei das Papier zum Foundation Paper Piecing umzufalten. 

Der einfachste Trick, schon von der Grand Dame des Paper Piecens, Carol Doak, vor Jahrzehnten publik gemacht. Eine Postkarte. Bevor man anfängt zu nähen faltet man alle Nählinien einmal über die Postkarte, streift mit dem Fingernagel oder einem Falzbeil darüber und schon ist es perfekt zum Paper Piecen.

Warum - da gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, dass sich der Stoff so leichter platzieren lässt, wenn man das Papier genau an der richtigen Stelle ohne Aufwand wegklappen kann. Man kann dann auch durch das Nähgut hindurchsehen (gegen Lichtquelle oder Fenster halten) und sieht, ob der zu benähende Teil auch wirklich von Stoff bedeckt ist. Und man nicht genäht hat, und dann fehlt ein Zipfel.

Ein weiterer Grund ist, dass der Wille des Papiers gebrochen ist. Was für eine dramatische Vorstellung, nichts anderes als: es lässt sich bei weitem leichter ausreissen hinterher. Dann hat man die Falzung und die Naht (beim Paperpiecing nimmt man eine kleinere Nahteinstellung, kleinere Stiche), das Papier ist also gefaltet und perforiert und lässt sich wirklich sehr leicht entfernen. 


Wer Lust hat - die ersten 5 Einsender (Email an bestellung@countryrose.at) - können den Paper Piecing Kurs als pdf Datei per Email gratis erhalten, als kleiner Gewinn während des Adventkalenders zwischendurch. 
(das ist aber noch nicht unser angekündigtes Gewinnspiel)


Wir wünschen Euch ein angenehmes und nähfreudiges Wochenende!
Eure Country Rosen 






Gedanken einer dauerbespassenden Quiltshopbesitzerin.....

 Ich sitze gerade und plane das weitere Nähjahr vor, mit freien Mustern, Tutorials und allerlei Erfreulichem.

Und da kommt mir ein Instagram Beitrag von gestern in den Sinn. Quilten wäre im Rückzug. Also wenn Vieles stimmen mag, aber nur weil das die Meinung von einigen wenigen ist, die die Überfuhr verpasst haben und jetzt flennen, dann muss man das nicht glauben.
Ich sage immer, Stoffe verkaufen kann jeder, das ist echt keine Kunst. Erstes Thema - welche Stoffe. Man muss Kunden auch kennen um zu wissen was ihnen gefällt. Ein Quiltshop ist eine sehr gesunde Mischung aus Kundenvorliebe und eigenem Faible. Wenn mich ein Stoff in der Seele trifft - und ich weiß wo meine künstlerische Seele sitzt, ihr auch? Das ist der Punkt, wo es kribbelt wenn es einem dann "durch und durch geht". Von dort geht es aus. Bei mir irgendwo unter dem Brustbein, ein Stück darunter. Nein, es ist nicht mein Magen 😉
Also wenn mich ein Stoff wirklich harpuniert und mich gleichzeitig zum Schwingen bringt, ohne dass ich noch darüber nachdenke was ich da eigentlich sehe, dann gehört er mir. Ich kann Stoffen nachlaufen bis ins Lager vom Produzenten wenn ich etwas wirklich haben möchte. Wer seine Orders aber Vertretern überlässt, mit den Kommentaren "das verkauft sich bei anderen richtig gut!" -- der braucht sich über Rückgänge nicht zu wundern.
Was machen wir bei den Country Rosen. Wir tingeln nicht herum. Wir sind das ganze Jahr über online. Das machen nur eine Handvoll Quiltshopbesitzer, über die ganze Welt verstreut sind es mehr. Einige sind extrem aktiv, interagieren mit den Quiltern, antworten, moderieren, halten die Köpfchen wie die beste Freundin die Haare zusammenhält wenn´s mal so richtig zum Würgen geworden ist und das Teil grottengrauslich aussieht. Wir kriegen das schon hin.😍
Und die anderen, stellen sich mit einem Standerl auf eine Messe und warten auf den Segen. Auf die Ernte. Und was genau hat man gesät? Die Standmiete? Es ist für uns Dauerbespasser, 12-Monats-Quiltbelustiger, Themenschaffer, Problemlöser, und das für wirklich keinen monetären direkten Effekt, auch nicht lustig zu lesen "ach wie GUT dass ich endlich HIER mal wieder einkaufen kann". Ja, freut uns wenn alle ihren Spaß haben. Aber dann versucht mal dort um Mitternacht mitten im Jahr eine Antwort zu bekommen 🙂 Wenn beides der Fall ist, dann passt es ja.
Wir sind einige, die Online-Gruppen leiten (was übrigens auch nicht sooooo einfach ist wie sich das liest), wir sind einige die Kopfstände treiben für Beratungen für Nadeln, Stoffe, Neuheiten, Problembeseitigung und natürlich freut einen das, wenn man z.B. bei einer Bestellung liest "pack bitte noch dazu was du an Stoff meinst das ideal wäre". Da kommt das langjährige Vertrauen durch.
Es wird die Zeit kommen, da werden viele wieder nach draußen strömen, die Zeit zurecht genießen unterwegs zu sein, aber tut mir und uns, im Namen aller die sich für euch echt zerfransen den Gefallen - denkt dabei auch genau an die Zeiten am Tag, in der Woche, im Monat, wo WIR ständig hier sind, für euch.
Es geht jetzt nicht um Umsatz, um Einkauf, es geht um Wertschätzung. Und in unseren Gruppen geht es fröhlich und nett zu, und auch das werden einige mit der Zeit bemerkt haben, kommt nicht von alleine. Und hier hilft einer dem anderen, gruppendynamisch.
Warum wir das überhaupt machen - die Frage habe ich mir schon oft gestellt. Wir können wahrscheinlich nicht aus unserer Haut heraus 🙂 Wir können nicht Leute im Regen stehen lassen, und wir wollen auch dass ihr eine Bühne habt, ganzjährig, wo ihr eure Quilts präsentieren könnt. Ohne Vorauswahl von Kommissionen und Redaktionen. Wo ihr Wissen inhalieren könnt wie Tannenduft im Wald. Wo ihr so viele Ideen bekommt, dass ein Quiltleben gar nicht reicht. Und wo man euch weiterhilft, wenn´s mal nicht klappt.
Also - nur weil einige ein Problem mit sich selbst haben lassen wir uns weder die ganze Branche schlechtreden, madig machen und beim nächsten Raunzer überlegen wir uns, was wir alle haben. Und nicht, was wir nicht haben und vielleicht nicht mal brauchen 🙂
Meine amerikanische Shopfreundin würde jetzt tippen - Love you all 🙂 Gut, das ist bei uns etwas übertrieben - bleiben wir bei .... habt eine schöne Zeit! Und genießt, was wir haben, in vollen Zügen.





Handnähen oder doch lieber mit der Maschine?




Eines der Muster, die üblicherweise Handnäher schneller nähen (kommt natürlich auf die Größe der Blöcke an) als Maschinennäher.
Warum? Handnäher beziehen zwei Schablonen, Achteck und Quadrat und los geht es.
Maschinennäher müssen vier Ecken abnähen, abschneiden, bügeln, und dann ganz genau die abgeeckten Blöcke zusammensetzen.
Wir haben das vor Jahren spaßhalber getestet, es kommt nur auf die Größe der Blöcke an, die Handnäher hatten die Nase vorne.
Vielleicht weil sie sich auch beim Nähen so gut unterhalten hatten und nicht nur vor ihrer Maschine saßen  Probiert es aus - Handnähen ist manchmal wirklich die schnellere Option (wer es gewohnt ist natürlich -- über einen Kamm scheren kann man nichts und niemanden).
Habt einen schönen Abend - Eure Roswitha


Die Schneidematte mit Namen KLINGENTOD

Tja, so lange kann man gar nicht schneiden als dass einem nicht auch einmal etwas passiert --- damit Ihr davon verschont bleibt ein kurzes Youtube Video über die Matte KLINGENTOD.

Vor dem Upload war es in bester Qualität, anscheinend hat Youtube am Rädchen gedreht und nach einigem Google-Gesuche ist auch der Grund bekannt aber jetzt sofort nicht lösbar, die Auflösung stellt Google ein. Das kann man ändern, da werden mir aber die Jungs helfen müssen beim nächsten Upload.

Also -- auf zum Klingentod!



Eure Roswitha -- jetzt gerade mit oranger Schneidematte von PRYM am Tisch -- und der Eichentisch ist heil geblieben, das war knapp!

Tipps - diesmal der Rollschneider

Ich hatte über die Jahrzehnte massenweise Tipps in meinen Yahoogruppen gepostet, einige davon wörtlich bei Facebook wiedergefunden und mir gedacht, warum nicht bei Blogspot posten was ich gespeichert habe.
Also hier kommen jetzt ein paar nützliche Details über den Rollschneider - diese Tipps veralten nicht, auch wenn sie Jahre her sind :)

 • Wann sollte das Messer gewechselt werden? - Wenn man zu viel Kraft aufwenden muss um den Stoff zu schneiden. Wir erinnern uns alle an diesen glatten, ersten Schnitt mit einem neuen Rollschneidemesser. Wenn die Erinnerung zu stark von der Gegenwart abweicht, dann ist es auf jeden Fall Zeit.

 • Wenn eine Scharte im Messer ist und Teile beim Schneiden ausgelassen werden – dann hilft nur mehr die Entsorgung. Auch das tollste Schleifbehelfnis ist dann zu nichts gut.

Lohnt sich das Schleifen? Jein … manche schwören darauf, andere auf den Kauf von Klingenangeboten im Multipack. Es gibt die 45mm Standardklingen ab 3 Stück, das reicht für einen durchschnittlichen Quilthaushalt länger als ein Jahr. Wenn nicht ist es Zeit die Matte auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen.

Hilft der Trick mit dem Durchschneiden von Alufolie? – Nein, definitiv nicht, das wurde schon so oft ausprobiert. Was dann meistens half war der Tropfen Öl im Rollschneider, auf den immer vergessen wird.

Muss ich meinen Rollschneider reinigen? – Ja. Auseinandernehmen, in der Reihenfolge der Abnahme der Teile auflegen, die Stoffstaubanteile entfernen die bis zu Filzplatten Ausmaße annehmen können. Und das Nähmaschinenöl nicht vergessen!

Mehrere Rollschneider oder reicht einer? – Wir bei Country Rose Quilts verwenden jede für sich privat mehrere. Jumbo, normale Größe und Mini. Notwendig ist es nicht, aber bequem. Und: einer schneidet immer, falls gerade am privaten Nähtisch keine neue Klinge in der Nähe ist.

Warum franst mein Stoff beim Schneiden aus? – Weil die Klinge stumpf ist, oder die Klinge sich mit der Matte (Bastelmatte statt Quiltmatte) nicht verträgt

 • Was passiert mit der Matte wenn ich schneide? – eine Markenmatte ist selbstheilend, so lange die Klinge nicht zu tief in die Schichten vordringt passiert ihr nichts. Ist die Klinge stumpf wird der Druck erhöht, man presst die Klinge samt Stofffasern in die Matte hinein und der Schnitt heilt nicht mehr. Deswegen schont man die Matte, wenn man regelmäßig die Klinge wechselt. Einmal zu tief geschnitten und man hat eine Linie dort für ewig. Bastelmatten sind keine Quiltmatten, sie machen die Rollschneiderklingen sehr schnell stumpf. www.roswithasquiltshop.at

Dieser Text ist für Dich/Sie persönlich. Verwendung des Textes, auch auszugsweise ist untersagt. © Roswitha Meidl-Danek , Roswithas Quiltshop, alle Rechte vorbehalten! 

"Ich kann das nicht....."

"Ich kann das nicht" - wisst ihr, dass man wirklich nicht alles kann weil man einfach nicht dazu in der Lage ist.

Wir haben unterschiedlich große Hände, wir haben ja auch unterschiedlich große Füße.
Es gibt filigrane Finger, die knubbeln überall herum und lösen die winzigsten Knoten, halten die kleinsten Nadeln, weil sie dazu in der Lage sind.

Es gibt Hände, die wie schrotige Männerhände sind, die müssen sich wesentlich mehr anstrengen als die Feen-Fingerchen denen scheinbar alles gelingt.

Und es gibt altersbedingte Problematiken, es gibt Krankheiten, es gibt den Einfluss von Medikamenten auf das was wir in der Lage sind zu erspüren und zu ertasten, Nadeln zu halten, zu nähen und zu schneiden
Also wenn jemand sagt "Ich kann das nicht" - dann könnte man auch einmal daran denken, dass die/derjenige es wirklich nicht kann. Und nach Alternativen suchen.
Ich hab in den vielen Jahren schon so viele Hände gesehen - bei einigen war es wirklich so, sie konnten nicht. Auch nicht beim größten Willen.
Falls ihr dazugehört quält euch nicht, sucht eine andere Technik egal woran ihr gerade nagt, probiert etwas anderes aus und findet euren Weg. Und wer immer sagt ... doch .... geht .... der biegt sich mal zwei Finger um, klebt sie mit Hansaplast zur Seite, oder zieht sich Gummihandschuhe an (und fühlt plötzlich nur mehr die Hälfte - aber nicht schummeln, ich meine keine chirurgischen Handschuhe), der weiß dann was alles nicht geht.
Weil das gerade in Thema in meinem Postfach war  

Ich kann .... es kann aber sein dass man wirklich nicht kann 

Tipp - Rollschneider ölen!

Das klingt banal - ist es aber nicht.

Nicht nur beim Klingenwechseln einen Tropfen Öl wieder einbauen, sondern auch wenn man die bekannten Stoffteilchen unter der Klinge herumhüpfen sieht. Stoffstaub bremst die Klinge, lässt den Schnitt schwerer erscheinen, der Druck auf die Matte wird verstärkt und dadurch die Schneidematte unnötig belastet.


Klares Nähmaschinenöl, z.B. von Prym im kleinen Fläschchen, wirkt Wunder. Vor längeren Zuschnittsitzungen ist ein Tropfen allemal angebracht (danach auf einem Stoffstück einige Male schneiden, damit mögliches überschüssiges Öl entfernt ist)

Einen leichtläufigen Schnitt, mit langlebiger Klinge und geschonter Matte wünscht
Eure Roswitha
www.roswithasquiltshop.de