Quiltwinter - Tag 31 - ab ins Neue Jahr!

 Tag 31, unser Quiltwinter findet heute sein Ende. Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Abwechslung im Dezember. Bei uns schneit es gerade ganz flauschige, dicke Flocken. Der Schnee bleibt liegen, weisse Hunde zischen in der Finsternis im Garten durch weissen Schnee - und ich hoffe jedesmal sie kommen freiwillig wieder herein, denn die Suche würde sich etwas schwierig gestalten. 

Womit beenden wir den Quiltwinter - mit einem fertigen Quilt und mit Agathe Christie. Sie ist unsere Gastgeberin für den letzten Block, Nr. 12, von "Ende gut - alles gut".

Und hier geht es wieder zur Anleitung im pdf Format 

Das ist der neueste Block 


Und hier der komplette Quilt

Unter dem Label "Ende gut - alles gut" findet man derzeit alle Teile dazu. Wir belassen alles bis ca. zum 6. Januar, dann wird ein Teil des Quiltwinters wieder entfernt.

Zum Jahresende bleibt vor allem eines: Danke, fürs Dabeibleiben, fürs Mitdenken, fürs Mitnähen.
Für Euer Vertrauen, die vielen netten Zeilen und die virtuellen Begegnungen rund um Stoff, Farbe und unsere Quilts.

Das neue Jahr darf bei uns leise beginnen.

Auf ein 2026 mit ganz viel Platz für Schönes!

Roswitha - Country Rose Quilts 



Quiltwinter - Tag 30

 Die Bibliothekarin von Rejkjavik begleitet uns beim vorletzten Block von "Ende gut - alles gut"

Und HIER geht es wieder zum Link zur pdf Datei 


Alle Blöcke können natürlich auch einzeln genäht werden, nicht zwangsweise in unserem Sampler. Mit 30 cm und einem kleinen Rand gibt es fantastische Kissen. 

Viel Spaß beim Wählen der Stoffe, Zuschnitt und vor allem beim Nähen! 

Roswitha

Quiltwinter - Tag 29

 Heute wird es wieder superpraktisch! 

Applizieren mit Vliesofix - und lieber lesen, bevor man sagt "Applikation ist nichts für mich"

Applikationen sind eine gute Möglichkeit, Quilts lebendiger zu gestalten oder gezielt Motive einzubauen. Ob einzelne Formen, Schriftzüge oder ganze Szenen – mit Vliesofix lassen sich Stoffe sauber fixieren und zuverlässig am Quilt anbringen, ohne Stress, ohne Needle Turn, ohne besondere Fähigkeiten und erst Recht ohne persönliches stundenlanges Training.

Vliesofix ist ein doppelseitiges Haftvlies mit Papierträger. Es wird zuerst auf die linke Stoffseite gebügelt und verbindet später das Motiv dauerhaft mit dem Hintergrundstoff. Dadurch verrutscht beim Nähen nichts, und auch filigrane Formen lassen sich gut verarbeiten.

Der Ablauf ist unkompliziert, für alles gilt aber - nach dem Bügeln jeden Arbeitsschritt gut auskühlen lassen!

Zuerst wird das gewünschte Motiv spiegelverkehrt auf die Papierseite des Vliesofix gezeichnet. Danach grob ausschneiden, auf die linke Stoffseite bügeln und anschließend exakt ausschneiden.
Nach dem Abziehen des Papiers kann das Motiv auf dem Hintergrundstoff positioniert werden. Jetzt lohnt es sich, kurz zu prüfen: Proportion, Abstand, Wirkung. Erst wenn alles passt, wird das Motiv aufgebügelt. Bevor man aufbügelt noch testen: braucht das verwendete Vliesofix Dampf oder keinen Dampf, das ändert sich von Rolle zu Rolle, ein Test ist Gold wert.

Anschließend wird appliziert um es für die Ewigkeit zu befestigen – je nach Stil mit Zickzackstich, engem Satinstich, dem extrem beliebten Knopflochstich oder schlichtem Geradstich. Auch offene Kanten sind möglich, vor allem bei Quilts mit eher rustikalem oder modernem Charakter. Oder von Hand mit Knopflochstich! 


Vliesofix gibt dabei Sicherheit, ohne den Stoff unnötig steif zu machen. Gerade bei kleineren Teilen oder geschwungenen Formen erleichtert es die Arbeit enorm und sorgt für saubere Ergebnisse.


Das sind übrigens Miniteile, die werden mit Pinzette aufgesetzt und mit Seidenfaden mit der Maschine appliziert. 

Applikationen sind kein Hexenwerk – sie sind eine sehr direkte, handwerkliche Technik, die viel Spielraum lässt. Und genau das macht sie im Quilt so vielseitig einsetzbar.

Und ein Tipp für besonders große, applizierte Teile: Vor dem ersten Aufbügeln auf die linke Stoffseite des zu applizierenden Stoffs alles wegschneiden in der Mitte außer einem ca. 2 cm breiten Rand. Die sogenannte Donut-Technik lässt den Quilt, trotz des großen Motivs, ganz weich erscheinen. 


Quiltwinter - Tag 28

 Heute gibt es wieder Reste - die Technik ist hier gut erklärt, ich bevorzuge meistens Scraps, die doch einen farblichen Zusammenhang haben. Und bei mir wird es keine Tasche, sondern es werden Buchhüllen. 

Kennt Ihr das? Man sitzt irgendwo, liest und dann kommt: "Oh, habe ich auch schon gelesen!". Ja, es ist toll neue Buchfreunde kennenzulernen, aber es ist auch fantastisch in Ruhe zu lesen und vor allem, wenn es sich um etwas Spannendes handelt nicht gleich gespoilert zu werden. Also, eine Buchhüller zur Verdeckung des Titels hat wirklich etwas sehr in sich Ruhendes für den Lesenden. 

Das Titelbild ist mit KI erzeugt -- das Video selbst ist aber echt und real aufgenommen, also bitte nicht täuschen lassen. Es ist von @patchworkcrafts - was hier besonders ist, es ist nicht nur wie üblich sofort gequiltet sondern mit einer zusätzlichen Naht versehen, das hält die Teile hübsch flach. Ich, der absolute Fan des Bügelns, sage hier: kann man sich sparen, die zusätzliche Naht befestigt alles! 


Quiltwinter - Tag 27


 Ein Fernsehabend, kuschelig, aber ohne zu Nähen? Schwer möglich. Das ist nicht gestellt, so sieht das bei mir wirklich aus. Und Quilts entstehen aus den kleinsten Teilen, es müssen nicht immer Hexagone sein, aber in den letzten Tagen bzw. an den letzten Abenden habe ich mir meine Scrapgläser (allesamt übrigens hübsch, die muss ich Euch einmal  zeigen, mit goldenen Giraffen am Deckel die richtig emporragen) vorgenommen und Hexagone in zwei Größen zugeschnitten. 

Die Hexagone sind gestanzt aus den Restpapieren und in zwei Froschgläsern untergebracht. Wieviele hunderte pro Glas, ich habe keine Ahnung, aber sie waren rappelvoll und auch da war jetzt wirklich Handlungsbedarf. 

Wenn ich aber dann zufällig Hexagone gleicher Größe und gleicher Farbe habe, dann sehe ich sie zu Rahmen zusammen. Nicht immer, aber gerne, und die wandern dann wieder gesondert in eine Ablage. Zwei der kleinen Rahmen sieht man am Foto. Der eine ist ein Diamond, sehr spitz. Der andere etwas breiter. Wozu? Um sie mit "dem" besonders hübschen Stoff zu unterlegen, dann auf einen Hintergrundstoff zu applizieren und dann .... wer weiß. 

Es geht mir hier nicht um ein Ziel wie man sieht, es geht um Ruhe. Es bringt unglaublich viel Ruhe auf der doch kleinen Schneidematte als Untergrund mit so wenig Aufwand so viel zu schaffen. Mein kleiner Müllbehälter musste gestern zweimal geleert werden, mit den Resten der Scraps. Man kann sie aufheben und damit wieder etwas ausstopfen - aber so weit geht das bei mir noch nicht. Ich finde es auch schade die qualitativ hochwertigen Stoffe wegzuwerfen (da geht wirklich nichts mehr, das sind Zipfelchen und Streifchen, und Teile mit unter 5 mm), aber irgendwo ziehe auch ich die Reissleine. 

Nicht auf den perfekten Tag warten, auf den perfekten Abend, nicht auf ein Ziel zusteuern sondern einfach gewähren lassen. Die beinahe fertigen Hexagone werden geheftet und kommen dann in das leere Giraffenglas -- bis das wiederum wieder überquillt. Ich habe mich regelrecht trainiert darauf, dass dieser Ablauf Ruhe bringt sobald ich beginne. Das ist wie einen Schalter umlegen, das geht nicht jeden Tag, aber an dem Tag oder Abend wo ich mich  damit beschäftige, da kehrt Ruhe ein, beinahe auf Knopfdruck. 

Vielleicht findet auch Ihr einen Ablauf, der durch Wiederholung sofort Ruhe bringt. Manche halten ein Glas Tee, manche sehen in den Mond, manche machen einen Abendlauf --- ich hole meine Gläser.

Eure Roswitha 

Quiltwinter - Tag 26

Weihnachten hat sich diesmal hintendran ein sehr langes Wochenende eingepackt, viel Zeit zum Nähen! 

Heute gibt es die "Peternella", einer meiner liebsten Quilts. Sie ist klein und kommt mit drei verschiedenen Mittelteilen, man muss also nicht applizieren wenn man nicht will, man kann aber. 

Außerdem eignet sie sich perfekt für Scraps, für gemütliche Nähstunden. Einmal der Zuschnitt in aller Ruhe, dann die kleineren Blöcke vernähen, größere Einheiten, die Wahl des Mittelteils - also Peternella beschäftigt einen ganz schön in ihrer Kleinheit. 

HIER geht es wieder zum Muster als pdf Datei - wieder bei Dropbox, keine Sorge, eine Anmeldung ist nicht notwendig und da sieht man auch die anderen beiden Mittelteile. 

Viel Spaß, beim Nähen, beim Sammeln - wobei auch immer! Macht Euch einen schönen zweiten Weihnachtstag! 

Eure Roswitha 

Quiltwinter - Tag 25

 Was braucht man im Winter ganz besonders? Vitamine! 

Heute gibt es nichts Weihnachtliches, heute gibt es eine Idee. Und einige Anmerkungen, die man beherzigen kann oder auch nicht, denn jeder von uns kann tun und lassen was er will. 

Wer gemeinsam mit mir You Tube Videos sieht, der hat (angeblich) seinen Spaß. Ich kann meinen Mund nicht halten, vergleichbar angeblich die Art von Shopping Queen á la Guido Maria Kretschmer. Der übrigens, weg von der Kamera, nicht so nett kritisiert wie im Fernsehen, selbst erlebt - aber, ich bin nett dabei. 

Beispiel bei mir .... Mädl, das Bügeleisen beisst nicht! Das hat einen Griff, du tust dir nicht weh wenn du dazwischen auch mal bügelst statt den Donauwalzer zu nähen? ... Oder: das können wir doch besser, gell? Einen Finger runter vom Lineal und rauf auf den Stoff, dann hält das Lineal auch dort wo es sein soll und wandert nicht aus über den Ozean und wir schauen hinterher! 

Naja, solange man freundliche Bemerkungen macht ist es nicht verpönt. 

Bei diesem Video hier ist soweit alles und nichts in Ordnung. Steckt die Stecknadeln bitte immer im 90 Grad Winkel zum Stoff, und nicht parallel. Man kann alles sofort auf Vlies nähen und nicht erst hinterher quilten, das ist immer ein Top-Idee für schnelle Mug Rugs, nicht nur für Topflappen. Tischsets usw. - aber hier geht es um den Apfel. 

Denn es gibt massig Formen im Netz, von Gemüse zu Obst, einfach ein wenig umsehen und immer sammeln, sobald man etwas entdeckt. Ausdrucken, ablegen, denn man findet garantiert in der besten Onlinesammlung nichts, sobald man es braucht. 

Fakt ist - das ist eine echt belohnende Näharbeit. Wenn man die Feiertage ruhig verbringen möchte und schnell etwas näht zwischen Besuch, oder auch nicht Besuch, dann ist das genau das Richtige. 

Aber ... bitte bügelt. Es beisst echt nicht. Wellen sind super, im Meer. 




Sind noch Stoffe da? - Adventskalender 2025

 

Der Adventskalender ist geöffnet und alle Türchen sind kein Geheimnis mehr.
Und weil einige von euch gefragt haben, ob es von manchen Stoffen noch ein bisschen mehr geben könnte, sind jetzt tatsächlich ein paar Meter im Shop gelandet.
Die Stoffe sind natürlich auch für alle bestellbar, die heuer keinen Adventskalender hatten.

Noch erhältlich sind kleine Restmengen aus Good Tidings und Jolly St. Nick von Makower UK.
Alles andere aus dem Adventskalender ist inzwischen ausverkauft. Passende Basics gibt es noch im Webshop – und wenn unsicher ist, ob etwas zusammenpasst oder noch irgendwo ein Meter schlummert: einfach melden, wir schauen gern nach.

Quiltwinter - Tag 24

 Der Zauber der Weihnacht wird heute komplettiert durch den Zauber der Garnfee - ein Quilt, der viel Freude beim Nähen macht, den jeder aus dem eigenen Stoffstapel nähen kann und die Größe auch selbst bestimmt.

Eine freudige Sache, das Nähen der Garnfee. Man kommt in den sogenannten "Flow" und kann sich die Gedanken wegnähen, es rutscht nur so unter der Nähmaschine dahin und auch der Zuschnitt ist etwas, wo man nicht lange nachdenken muss. 

Wir wünschen Euch allen Frohe Weihnachten, einen ruhigen und besinnlichen Heiligen Abend!  

Und HIER geht es zum Link der Garnfee 



Quiltwinter - Tag 23

 Quilts im Film oder Wenn Stoff Geschichten trägt

Quilts sind im Kino selten bloß Requisiten. Sie fungieren als Gedächtnisspeicher, als Beziehungsanker, manchmal als stilles Zeichen für Gemeinsamkeit im Gegensatz zur lauten Welt. Wer genau hinsieht, entdeckt Patchwork dort, wo Filme besonders menschlich werden oder "where love resides".

Hier eine sorgfältig ausgewählte Filmrunde, in der Quilts nicht zufällig auftauchen, sondern auch Bedeutung haben.


How to Make an American Quilt

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Der wohl bekannteste Quiltfilm überhaupt. Ein Sommer, ein Frauenkreis, viele Lebensgeschichten – zusammengehalten durch Stoffe und Gespräche. Quilts stehen hier für Erinnerung, Übergänge und die leise Weitergabe von Erfahrung, dazu kommt natürlich eine große Portion Liebe. Ein Film, der zeigt, warum Nähen mehr ist als Technik und in dem es wirklich nur um diesen Quilt geht - mit einigen Nebendarstellern. 


Fried Green Tomatoes

https://quiltingbookspatternsandnotions.com/cdn/shop/products/CLPJAW061.jpg?v=1759442693&width=1214

Quilts erscheinen hier ganz selbstverständlich im Alltag der Frauen von Whistle Stop. Sie sind Teil von Küche, Freundschaft und Widerstand. 


The Magic of Ordinary Days

https://m.media-amazon.com/images/I/41A3C47YBCL._AC_UF350%2C350_QL50_.jpg

Ein leiser Film über Nachkriegszeit, Anpassung und vorsichtige Nähe. Quilts stehen in diesem Film für Ordnung, Fürsorge und das langsame Ankommen in einem Leben, das man sich nicht ausgesucht hat. 


Places in the Heart

Mitten in der amerikanischen Depression verankert, zeigt dieser Film Quilts als selbstverständlichen Teil des häuslichen Überlebens. Stoffe wärmen, strukturieren den Alltag und geben Halt, wo wenig Sicherheit bleibt. 1930, Texas. Sally Field, frisch verwitwet


The Quilts of Gee's Bend

https://i.ebayimg.com/images/g/ju8AAOSw68Viti6X/s-l400.jpg

Dokumentarisch, klar, beeindruckend. Die Quilts von Gee’s Bend zeigen, wie aus Notwendigkeit  Schönheit entsteht. Hier wird Patchwork zur Kunstform – lange bevor der Kunstmarkt hinsah. Und Gee´s Band Quilts sind vielen siche ein Begriff. Falls nicht, bei Youtube gibt es eine Menge darüber zu sehen.


Common Threads: Stories from the Quilt

Der AIDS Memorial Quilt als politisches und zutiefst menschliches Statement. Jede Fläche steht für ein Leben, jede Naht für Erinnerung. Ein Film, der zeigt, wie Textilarbeit gesellschaftliche Wirkung entfalten kann. Dramatisch und real. 


Harry Potter and the Philosopher’s Stone

https://m.media-amazon.com/images/I/81yX0JzquZL.jpg

In Hagrids Hütte, am Bild ein Ausschnitt aus der Studiotour der Warner Brothers Tour Studio London, liegt im Film ein Patchwork-Quilt der leicht übresehen wird. Er gehört nicht zur Handelung, aber er gehört zu Hagrid. Zwischen schiefem Mobiliar, Teekesseln und teilweise verbotenem, magischem Chaos wirkt der Quilt wie ein stilles Gegengewicht - auch der Riese Hagrid braucht es behaglich. 

Ich bin überzeugt, ihr kennt massig Beispiele von Quilts, die plötzlich in Filmen auftauchen und wo man die Mitzuseher erschreckt mit dem Ausruf: DA EIN LOG CABIN! Hat man die Familie aber richtig gut erzogen zu Quiltlovern, dann kommen die Rufe von ganz allein. Gilmore Girls, Friends, sogar beim Bullen von Tölz (wo ich einiges für das Set für die Filmfirma beisteuern konnte, der Anruf nach Topflappen war anfangs schon sonderbar) tauchen sie auf. Unsere Schätze. 

Viel Spaß, wer Lust auf einen quiltigen Film hat! 


Quiltwinter - Tag 22

 Und weiter geht es heute mit Block 10 von "Ende gut - alles Gut", diesmal sind Bergman und Rosselini das Thema. 

Den Link zur Anleitung findet ihr HIER - BLOCK 10

Wir werden den Quilt noch in diesem Winter fertigstellen mit den Anleitungen, zwei Blöcke fehlen noch. Wer noch einsteigen möchte, alle Anleitungen dazu befinden sich hier am Blog. 

Der innere Stern ist auch vielseitig anderswo zu verwenden, eine einfache Art zu nähen und effektvoll, Größe Innenblock: 20 cm, kompletter Block 30 cm 

Quiltwinter - Tag 21

Die Maschinennäher/quilter kennen die Problematik - man braucht es, aber man ist ständig hinterher. 

Das wandernde Nähmaschinenpedal - kleines Problem mit großer Auswirkung

Es gibt Dinge im Nähzimmer, die gehören zur Grundausstattung. Stoff, Faden, Scheren, Kaffee oder Tee. Und dann gibt es Dinge, die eigentlich auch zwingend dazugehören, sich aber regelmäßig selbständig machen - das Nähmaschinenpedal. 

Kaum ist man selbst und/oder die Nähmaschine warm gelaufen, fängt es an zu wandern. Zuerst nur ein Stück, dann streckt man eben den Fuß ein wenig aus. Und irgendwann tappst man unter dem Tisch herum wie ein Flamingo auf Glatteis. Raus aus der Konzentration, Rhythmus ist weg, dafür geht man jetzt auf Tauchgang. Unter den Tisch, man suche das Pedal. 

Die Lösungen - zuerst die Klassiker, bewährt und bodenständig

Die einfachste Lösung und am meisten benutzt, die Antirutschmatte. Die gibt es speziell für Nähmaschinenpedale oder zweckentfremdet aus Küche, Bad oder Schreibtisch.



Vornweg: der Silikon-Topflappen. Er ist hitzefest, das Pedal ab nun nervenfest. Dünn, griffig, leicht zu reinigen und wahrscheinlich sogar schon im Haushalt vorhanden.

Einige sind überzeugt von ihrem Mousepad-Trick. Hilft vielen, nicht mir, es kommt ja auch auf das Mousepad an. Bei mir würde das Nähmaschinenpedal noch um eine Runde schneller flitzen. 

Die Hardcore Lösung - Klebeband!

Ich tippe jetzt nicht "Empfehlung" dazu, denn das ist wirklich eine sehr eindrucksvolle, dauerhafte Lösung. Die aber beim nächsten Putzanfall unter dem Nähtisch sicher Probleme machen wird. Nur, wenn die Nerven blank liegen ist wirklich alles erlaubt. 

DIY - oder ich nähe mir eine Lösung 

Was liegt näher, als sich das Problem an der Nähmaschine wegzunähen. Dazu gehören Pedal-Pads mit rutschfesten Unterseiten, wobei man wirklich dringend auch auf eine rutschfeste Oberseite achten sollte. Mit Bindings aus hübschen Stoffen, und kleinen Stopper-Röllchen vorne dran. Funktional, hübsch und ein Beweis dafür, dass QuilterInnen wirklich für alles eine Lösung nähen können. 

Schubladeneinsätze, wie von IKEA und Co, sind ebenfalls beliebt. Sehr dünn und werden oft mehrlagig vernäht und wieder mit einem Binding zusammengehalten. Geht schnell, kein Drama und das Pedal bleibt wo es sein soll. 



Die eher ungewöhnlichen Lösungsansätze

In einer Dear Jane Gruppe, vor XX Jahren, kam der Vorschlag das Pedal gegen eine Wand zu rücken und zu hoffen, dass die Wand stärker ist. Da ging es auch wirklich um Millimeter beim Nähen, eine Menge Konzentration und ein "Wanderpedal" hat da so manchen online Schreikrampf verursacht. Pedal verrutscht, Miniteilchen verrutscht, alles nochmal von vorne. 

Was ich besonders schätze ist ein Tipp: einmal UNTER das Pedal zu sehen! Denn eine kräftige Lage an kleinen Fäden, Ministoffteilchen so groß wie Staub usw., die machen aus jedem eigentlich stabilen Pedal eine Eislaufbahn. Nicht das Pedal ist schuld, es hilft nur beim Putzen und sammelt alles ein, was sich ihm bietet. 

Und wenn man dieses Problem, falls man es hat, wirklich beseitigt hat - dann weiß man, dass man an diesem Tag immerhin dieses eine Problem wirklich gelöst hat. Eines weniger. 


Quiltwinter - Tag 20


 Es geht heute nicht nur um Technik oder die Tasche sondern ich möchte Euch gerne den Kanal von HandyMumLin bei Youtube zeigen. Wer ihn noch nicht kennt, HandyMumLin ist eine YouTuberin und Social-Media-Quilterin, die sich im kreativen DIY-Bereich auf Patchwork, Quilten und Upcycling mit Stoffresten spezialisiert hat. 

Ihr Content-Universum dreht sich um sanftes, achtsames Arbeiten mit Stoffen, insbesondere kleine Patchwork-Projekte, Quilt-Ideen, einfache Näh-Workshops und Verwertungs-Inspirationen. Oft entstehen aus wenigen Stoffresten Taschen, Täschchen, kleine Quilts oder Geschenkideen, die nicht nur funktional, sondern auch emotional wertvoll sind. 

Die Videos tragen häufig ruhige Musik und meditative Stimmung, was sich sehr bewusst von hektischen Tutorial-Formaten abgrenzt: es geht nicht um Tempo, sondern um den kreativen Prozess selbst. Ein wunderbarer Kontrast zu diesen extrem schnellen Reels, die man xmal ansehen muss um dabei zu bleiben bei den Arbeitsschritten.

Sie erzählt kleine Geschichten, mit Stickereien, einzelnen Stichen die sich dann zu Blüten formen oder anderen Akzenten. Es ist ruhig, sanft und man muss es auch nicht unbedingt nacharbeiten - man ist aber trotzdem immer direkt dabei. 

Die Tasche habe ich übrigens genäht - nicht mit aufwendigen Stickereien sondern mit Scrapstoffen mit Motiven. Und nach ihrer Methode, ich kann nur sagen - es wäre viel schneller gegangen. Aber bei weitem nicht so entspannend. 

Vielleicht wollt Ihr Euch einmal bei HandyMumLin umsehen 

Eure Roswitha  

Quiltwinter - Tag 19

 Warum Quilterinnen ihre eigenen Projekte nicht mehr finden

...................................und weshalb das nichts mit Unordnung zu tun hat. 

    Fast jede Quilterin kennt diesen Moment. Da liegt ein begonnenes Teil, sorgfältig weggepackt. Aus den verschiedensten Gründen nicht weitergenäht, weil eben auch manchmal das Leben dazwischenkommt. Mit einer Sehnenscheidenentzündung geht es nicht, wenn in der Familie jemand krank ist ebenfalls, die Kinder brauchen einen -- ja klar, wir helfen. Das Projekt ist ein Sommerprojekt, ein Winterprojekt, falsche Jahreszeit? Wir packen weg -- und so weiter, die Liste ist endlos. Es ist nicht immer, dass man fliegend von Projekt zu Projekt wechselt weil man gerade Lust und Laune hat. Und man zieht keine Augenbraue in die Höhe, wenn jemand sagt -- ach du meine Güte, das habe ich doch auch einmal angefangen zu nähen! - Wir wissen nicht, warum es nicht weiterging. Also, ans eigene Leben denken und die Situationen durchgehen, wo man selbst gefordert war und nicht nähen konnte.

     Man nimmt also dieses eine Projekt in die Hand, betrachtet es einen Augenblick – und merkt, dass etwas fehlt. Nicht der Stoff, nicht die Zeit, sondern die Erinnerung. Was war das für eine Anleitung? Welche Größe war geplant? Und wo liegt eigentlich das Buch, der Ausdruck oder der Ordner, aus dem das Ganze entstanden ist? Was hätte das werden sollen? 300 geteilte Quadrate -- da hatte ich mir doch etwas dabei gedacht? Nur WAS?

    Mit den Jahren sammeln sich Quiltbücher, Hefte und ausgedruckte Anleitungen an. Ordner werden angelegt, Register beschriftet, Mappen gefüllt. Trotzdem bleibt dieses Gefühl, dass man nichts mehr findet oder ganz einfach etwas im Gedächtnis hat, nicht genau weiß was, aber man weiß -- das ist irgendwo. Das liegt nicht an mangelnder Ordnung, sondern an der Art, wie wir suchen. Quiltprojekte werden nicht logisch gesucht. Sie werden visuell erinnert. Niemand denkt an Titel, Seitenzahlen oder Alphabet. Gesucht wird ein Bild, eine Stimmung, ein Fragment. Das Blaue mit den Dreiecken! Das Sommerprojekt! Das mit den Resten aus der Streifenkiste!

    Genau deshalb helfen klassische Ordnungssysteme so wenig. Sie setzen voraus, dass man schon weiß, wonach man sucht. In der Praxis ist es meist umgekehrt. Wir haben nur eine ganz kleine Gedankenwolke zur Verfügung, wonach wir wirklich suchen. Mehr so eine Art vager Gedanke.

    Was wirklich hilft, ist Wiedererkennung. Und die entsteht über Bilder, kurze Notizen und ein wenig Kontext.

    Eine der zuverlässigsten Methoden ist erstaunlich unspektakulär. Ein Foto vom begonnenen Quilt, ein Foto der dazugehörigen Anleitung, dazu ein paar Zeilen, was bereits genäht ist oder noch fehlt. Mehr braucht es nicht. Ob digital abgelegt oder ausgedruckt und in ein kleines Heft geklebt, spielt dabei keine große Rolle. Entscheidend ist, dass beim Durchblättern sofort klar ist, worum es geht. Ein Blick genügt, und das Projekt ist wieder da. Nicht gesucht, sondern erkannt.

    Gerade bei Projekten, die eine Weile gelegen sind, ist nicht einmal die Anleitung das größte Problem, sondern das Werkstück selbst. Man sieht es und weiß nicht mehr, an welchem Punkt man aufgehört hat. Hier hilft es enorm, wenn das Projekt sich selbst erklärt. Eine kleine Karte oder ein Zettel, der beim Quilt bleibt, mit ein paar knappen Informationen: Woher die Anleitung stammt, welche Größe geplant war, was bereits erledigt ist und wo die Anleitung zu finden ist. Diese paar Zeilen sparen später erstaunlich viel Denkenergie und machen den Wiedereinstieg leicht.

    Viele arbeiten gern mit Papier, und das ist völlig in Ordnung, solange man sich nicht in Archivlogik verstrickt (zugegeben, einige beherrschen das, wir haben einige SteuerberaterInnen in unseren Reihen - ich habe die Hoffnung, dass sie das locker schaffen. Ich nicht.) Statt dicker Ordner mit Registern funktioniert oft ein schmales Projektbüchlein besser. Pro Projekt eine Doppelseite, links ein Foto, rechts handschriftliche Notizen und kleine Fortschrittsvermerke. Dieses Heft darf benutzt aussehen. Es ist kein Sammlerstück, sondern ein Werkzeug. Und wenn das Gedächtnis streikt, dann ab in das Heftchen. Auch da habe ich mehrere, aber es funktioniert - wenn ich die Konsequenz aufbringe, wirklich sofort einen Eintrag zu machen.

    Auch bei Anleitungen selbst lohnt sich ein Perspektivwechsel. Alphabetische Ordnung klingt vernünftig, hilft aber selten weiter. Viel zugänglicher sind thematische Sammelstellen. Dinge, die man irgendwann einmal nähen möchte. Projekte für zwischendurch. Größere Vorhaben, die Zeit brauchen. Spielereien mit Resten. Anleitungen dürfen dabei ruhig mehrfach existieren. Eine Kopie dort abzulegen, wo man sie gedanklich sucht, ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Erleichterung. Wer eine Pinterest-Pinwand hat, der weiß wie man sortiert wenn es überhand nimmt. So kann man auch im eigenen Nähbereich Ordnung schaffen.

    Und dann gibt es noch all das, was noch kein Projekt ist, sondern eine Idee. Ein Muster, ein Detail, ein Quilt, der einen nicht mehr loslässt. Dafür braucht es keinen Ordner mit vollständigen Anleitungen, sondern einen Ort für Auslöser. Fotos, Ausschnitte, kurze Notizen. Ein persönliches Ideenarchiv, das nicht zum Nähen verpflichtet, sondern Lust bewahrt. Und es gibt die Dinge, in die man verliebt ist. Die man jetzt nicht nähen möchte, aber die echte Objekte der Begierde sind. Wenn man die ebenfalls an einem Ort unterbringt schafft man Raum und Zeit für eine schöne Stunde mit sich selbst. Denn dann muss man diese Wunderdinge nicht suchen, sondern eben einfach nur "bewundern", an einem Fleck, und nicht verstreut. 

    Am Ende hilft es, sich eines klarzumachen: Quiltprojekte sind keine Akten. Sie sind angefangene Gedanken. Sie dürfen gedanklich bei uns bleiben, sie dürfen begonnen werden, sie dürfen ruhen, sich verändern und wieder aufgenommen werden. Systeme, die das respektieren, funktionieren langfristig besser als jede perfekte Ordnung. Und senken die Frustschwelle gehörig. 

Manchmal reicht ein einziges gutes Foto, um den Faden wieder aufzunehmen. Und dann ab damit zu Dropbox oder einer anderen Cloud, eine kleine Notiz dazu oder bei Pinterest einen "geheimen Ordner" aufmachen und die Dinge dort parken. 

    Ich liebe nach wie vor Ausdrucke. Ich habe dicke Mappen, es gibt tolle mit bereits eingeschweissten, dünnen Folien und da parke ich Muster. Und nichts leichter als das, mich da durchzuwühlen - jedes Muster eine Folie (und nicht jedes Blatt). Wenn Euch so etwas ungerkommt, meistens sind sie im Angebot und kosten 3 bis 5 Euro mit 100 Blatt, dann gleich zuschlagen! Es schont Eure Nerven ungemein. 

Eure Roswitha 



Quiltwinter - Tag 18



"Bringst Du auch etwas Genähtes mit?" Ja natürlich. Ich schaffe einen King Size Quilt in zwei Nächten. Also von wegen, aber wahrscheinlich kennt das jeder, die Wünsche an QuilterInnen. Diesen Zugbeutel habe ich schon xfach genäht, in allen möglichen Quadratgrößen. Das Tutorial ist auch für Nähen mit Kindern ansprechend.

Nehmt zwei hübsche Stoffe, denkt daran dass einer die Blütenblätter darstellt, und es kann losgehen. Bänder lassen sich auch gut recyceln von hübschen Verpackungen, ich habe eine nette Sammlung an Satin- und Seidenbändern von Firmen. Man kann ja so schlecht etwas wegwerfen was sich noch verarbeiten lässt, oder? 

Quiltwinter - Tag 17

 

Von Schnee ist bei uns derzeit nichts zu sehen, wir hatten schon, aber ist schon ein paar Wochen her. Somit lassen wir es jetzt eben winterlich mit Stoff schneiden. 

Applikationen sind wirklich einfach und geben Quilts nochmal das besondere Extra. Wenn ihr, so wie hier, einen Wandbehang ausarbeiten wollt, dann reicht wirklich auch eine Klebeapplikation. Das hat schon etwas von "Basteln mit Stoff", aber ich habe einen 28 Jahre alten Sunbonnet-Halloween-Wandbehang, geklebt bis zum kleinsten Kürbis, und der darf jedes Jahr wieder heraus und bei uns mitmischen. Und da ist nicht ein einziger Stich auf dem gepatchten Hintergrund appliziert. Und hält und hält .... und falls es nicht mehr fixiert wäre, so reichen ein paar Maschinenstiche. Sogar Geradstiche sind genug an Applikation.

Also nicht entmutigen lassen, "das kann ich nicht" heisst eigentlich immer "will ich nicht". Und die Anleitung zum Winterbanner gibt es wieder HIER bei Dropbox 

Und die Gewinner sind ......

 

......... Dagmar, Ursel, Karin, Judith und Martina!


Wir freuen uns auf ein gemsames Clubjahr mit Euch! Emails dazu sind bereits in Eurer Mailbox, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn!

Eure Country Rosen  

Quiltwinter - Tag 16

 

Heute verlosen wir fünf Jahresabos für den Country Rose Club! 
Der Club startet im Januar und läuft ein ganzes Jahr, Versand per Email.

Wer bis 16.12.2025 - 23:59 Uhr - in unserer Mailbox landet bei bestellung @ countryrose.at, Betreff CLUB, der ist dabei! 

Fünf Jahresabos - wir drücken Euch die Daumen! 

Quiltwinter - Tag 15

 Wir haben beinahe die Hälfte unseres Quiltwinters 2025 erreicht - noch bis 31.12. werden wir quiltig durch den Winter gleiten. Also von "gleiten" ist hier keine Rede, eher durch den Regen schlüpfen, aber meistens taucht der Winter im Februar auf. Und ohne Schneeschaufeln auszukommen ist jetzt auch keine sonderliche psychische Belastung, das kann ich verschmerzen. 

Heute geht es wieder um eines unserer Lieblingsthemen -- nein, nicht Hunde. Sondern Paneele!
Es kommt wieder ein Standardpaneel mit 60 x 110 cm (auch da ist die Größe wieder anpassbar) ins Spiel und da es sich bei mir um ein Hundepaneel handelt buddelt uns der kleine Malteser heute etwas aus. 


Applikationsvorlagen für die Pfoten und auch die Paper Piecing Vorlage für die fliegenden Gänse ist natürlich dabei. 
Wenn Euch das Muster gefällt, dann ladet es bitte herunter, denn nach dem Quiltwinter hier am Blog werden die meisten Anleitungen "wegschmelzen".

Viel Spaß alleine schon bei Überlegen, welches von euren Paneelen Ihr verwenden könnt! 





Quiltwinter - Tag 14

 Das sind jetzt nicht Hermann und Dorothea, die beiden aus unserem heutigen Block.

Aber jeder braucht ab und zu eine Umarmung und die beiden passen so wunderbar zu "Ende gut - alles gut", dem Thema unseres freien Samplers.


Und den neuen Block zum Sampler gibt es HIER zum Downloaden - samt Hermann und Dorothea, denn dort wohnen sie gerade. 

Wem die ersten acht Blöcke fehlen, der kann sie hier am Blog downloaden. 

Noch eines zu unseren Shop-Newslettern. Wir versenden sie selten, man bekommt also keine Überdosis. Nur da befinden sich eben auch die Links zu diversen freien Mustern, und für unsere registrierten Kunden (es gibt keinen Bestellzwang - nur das Häkchen für Newsletter muss aktiviert sein) gibt es immer auch schon Pre-Sales, ein kleiner Vorsprung bei Angeboten. 

Wir haben in den letzten Wochen viele unbenutzte Kundenregistrierungen gelöscht, Datenschutz, wir nehmen das sehr ernst. Wer also weiterhin den Newsletter erhalten möchte, der braucht ein bestehendes, neu angelegtes Kundenkonto. Das wir, wie ihr merkt, sehr sorgsam behandeln. 

Also - Ende gut - alles gut - Block 9! Nur mehr drei fehlen uns, und die kommen jetzt noch in unserem Quiltwinter, der bis zum 31.12.2025 läuft und nichts mit dem Adventkalender unseres Shops zu tun hat.  


Die Blöcke sind alle mit Label gekennzeichnet - hier unten direkt bei dem Beitrag ist "Ende gut - alles gut" benannt. Wer das nicht findet - HIER geben wir einen direkten Link zu allen Blöcken am Blog, die bisher erschienen sind.



Quiltwinter Tag 13

 


Aufwärts geht es, die Stufen in die Höhe, unseren Wintergnomen hinterher.
Der heutige Tag bringt uns einen richtigen Weekender, ein Quilt (zugegeben, eher ein Top), das man an einem Wochenende nähen kann. 
Und wer einen etwas üppigeren Stash hat, der kann sofort loslegen ohne Vorbereitung. Wichtig ist dabei nur das Farbschema, der Quilt ist verlockend ihn einfach tralala drauflos zu nähen, aber ein wenig Planung schadet ihm nicht. 

Viel Spaß beim Nähen! 
... den Quilt habe ich übrigens das erste Mal vor 25 Jahren genäht, Karopapier war schon immer mein bester Freund! 



Quiltwinter Tag 12

 

Heute beschäftigt sich unser Christkind im Quiltwinter mit einem Puzzle. Und wir puzzeln auch! 

Potholder-Quilts - Was ist das überhaupt?

Ein Potholder ist ein simpler Topflappen, nicht mehr und nicht weniger. 

Potholderquilts sind lange überlieferte, zusammengepuzzelte Quilts die von vielen Frauen gleichzeitig angefertigt wurden in Portionen. Jede nähte einen kleinen, fix und fertigen Quilt und brachte ihn zu einer Sammelstelle. Dort wurden die kleinen Quilts dann zusammengenäht zu großen Quilts und, als älteste Überlieferung, in Bürgerkriegszeiten in den Vereinigten Staaten von Amerika an Soldaten ausgegeben. 

Warum ist das jetzt für uns so praktisch.

·         Nix ist fix – oder, die Größe des Projekts ist variabel und entwickelt sich beim Nähen. 

·         Alles ist fertig – es gibt nichts mehr was zu tun wäre. Nach jedem angenähten weiteren Potholder ist der Quilt fertig. Theoretisch. Man entscheidet bei jedem Quadrat natürlich auch die Form des Quilts, viele abstehende Quadrate die wie kleine Ohrläppchen aussehen wären jetzt vielleicht auch nicht wünschenswert. 

·         Auf und davon – man kann alles nähen wo auch immer man ist. So lange es bequem ist 😉 

·         Was man hat, das nimmt man – der absolut perfekte Scrapquilt, und man weiß, ich liebe Quilts die nicht vorhergesehen entstanden sind. 

Alles Nähere dazu in der folgenden Bilderanleitung – viel Spaß mit dem Tutorial!

Die besten Ergebnisse erzielt man wenn man sich doch vorher einige wenige Gedanken macht – vor allem was Art und Beschaffenheit der zu verbindenden Blöcke betrifft.

 

Sie sollten gleich groß sein, das heisst eigentlich müssen sie wirklich die gleiche Größe haben. Ob man jetzt Samplerblöcke eigens anfertigt, UFO-Blöcke schon am Stapel hat oder auch Blöcke mit einem Rand auf die passende Größe bringt, es muss alles ein einheitliches Maß haben. Ob das jetzt allerdings quadratisch oder rechteckig ist, das ist nicht das Thema. Die Seiten, die man zusammensetzt sind gleich groß  - FAUSTREGEL.

Zwei Blöcke, gleiche Größe, die schon fix und fertig sind.

 

Das heisst: jeder hat Top und Rückseite mit Vlies versehen, ist gequiltet, und hat ein einfach gelegtes Binding rundherum. Einfach deswegen, weil diese Ränder keine Strapazzonen sind. Man kann natürlich auch ein doppelt gelegtes Binding verwenden, nur könnte das etwas wulstig aussehen und das ist nicht erwünscht.

(einfach gelegt = ein Streifen wird füßchenbreit angenäht, umgefaltet, angenäht. Doppelt gelegt = ein Streifen Stoff wird zuerst gefaltet, gebügelt, dann angenäht in doppelter Stoffstärke und an der Rückseite händisch gesäumt) 

Worauf muss man beim Material achten: Das Vlies sollte möglichst gleich sein, von der Qualität, dem Verhalten und der Waschtauglichkeit.

Der Einfassungsstreifen soll kein locker gewebter Stoff sein, sondern in guter Patchworkqualität, sonst treiben die Handstiche die Gewebefäden auseinander und es entstehen Löcher. Bei Stoffen in Quiltshopqualität ist das auszuschließen.

Ein letzter Check – sind beide Blöcke gleich hoch? Ist das Vlies in beiden Blöcken wirklich so ähnlich, dass nicht ein Block wie ein Berg aussieht? In unserem Fall ist alles in Ordnung, es ist das gleiche Vlies in beiden Blöcken.





Zum Faden, selten bei einer Technik ist der Nähfaden so wichtig wie hier. So reissfest wie möglich! Handquiltgarn ist optimal, dazu eine Nadel deren Öhr nicht den Faden durchschubbert. 

Mehr Anforderungen hat man nicht, außer dass es farblich passend sein sollte um die Naht unsichtbar zu machen. Da können viele Handquiltgarnreste aufgebraucht werden, für eine Naht braucht man meist nur eine einzige Fadenstrecke. 




Die Blöcke rechts auf rechts auflegen und hier gibt es einen Trick.

Der Block kann noch so akkurat sein, es gibt immer wieder Seitenteile die besser zueinander passen als andere (falls es vom gepatchten Muster her passt natürlich). Also dreht den Block vorher so lange, bis ihr die perfekten zwei Seiten gefunden habt. Das sind ein paar Handgriffe und ihr erhaltet eine wunderschöne Naht.

 Wir starten mit einem kleinen Knopf im Faden, der wird im Binding versenkt und die Nadel taucht nähbereit aus der Oberkante wieder auf. Es kann losgehen! 

….. noch nicht ganz 😉

Noch eine Anmerkung dazwischen, die Blöcke können gemixt werden, egal ob handgequiltet oder maschinengequiltet.

Aber eines ist wirklich wichtig – das Vlies soll bis in den Außenbereich des Bindings liegen. Also kein „hohles Binding“, das Binding soll gefühlt wirklich mit Vlies voll sein wie es sich gehört.


Der nächste Trick beim Potholderquilt mit zwei Vorteilen.

 Zuerst, wo ist der Trick? Man faltet jeden Block genau in die Hälfte und dort ist Nähbeginn, von innen nach außen. Man stellt bei BEIDEN Blöcken die Mitte fest, dort setzt man die ersten Stiche. Die Nähtechnik ist gleich wie beim Englischen Paper Piecen (Hexagontechnik), nämlich Überwendlingstiche. Man kann variieren was die Stiche betrifft, ich bin über die Jahre bei den Potholderquilts sehr zufrieden mit den Überwendlingstichen.

Und der Vorteil wenn man in der Mitte beginnt, falls wirklich einmal eine Naht auseinandergehen sollte, dann klafft da nicht ein Riesenloch, sondern es ist immer nur eine halbe Strecke.













Der Überwendlingstich in Riesenformat – die Blöcke mit den Fingern zusammenhalten und mit der Nadel durch die Blöcke, und eventuell erwischt man auch noch Vlies, durchstechen. Man sieht ich habe nicht wie bei einer Applikation nur einen Gewebefaden erfasst sondern etwas mehr, 2-3 Gewebefäden sind optimal. Es soll ja auch strapazfähig sein, aber trotzdem keinen Wulst machen. Wer unsicher ist der klappt dazwischen die Teile einmal auf, streift mit dem Fingernagel entlang (das ist das einzige Bügeln das hier erlaubt ist – denkt an das Vlies!) und sieht sich sein Wunderwerk an. Der weisse Punkt ist kein herausstehendes Vlies sondern ein Punkt am Tupfenstoff.





So sieht die fertige Naht aus, als wäre da überhaupt keine. Die Blöcke sind gleich hoch, die Naht liegt flach, die Quilterin ist zufrieden.







Hätte man jetzt Lust auf einen schnellen Tischläufer aus zwei Blöcken, das wäre es bereits.

Will man mehr, dann setzt man Quadrate in Sektionen zusammen, oder man setzt Reihen an oder …. Man macht einfach was man will. Die Methode ist klar, es wird Block an Block genäht wie bei normalen Tops, nur in dem Fall näht man lauter fertige kleine Quilts aneinander.

 Man kann ----- die Blöcke nähen, unabhängig vom Nähplatz. Man kann sie quilten, gleich mit der Hand (die paar Stiche sind wirklich flott – man kann sich aber natürlich auch verkünsteln!), man kann sogar wunderbare Handquiltmotive auf einzelne Muslinquadrate setzen und dann den Quilt als geschummelten Wholeclothquilt wachsen lassen. Mein Tipp: bei einem Tischläufer oder Wandquilt ausprobieren und testen, ob man die Technik liebt. 

Es ist ein Puzzle aus vielen fertigen Teilen

Empfehlen würde ich Euch auf jeden Fall einen klassischen Überwendlingstich zu verwenden. Da kommen mehrere Gewebefäden ins Spiel und insgesamt wird alles haltbarer. Und die Anzahl der Stiche nicht zu sparsam verwenden - nicht heften, sondern nähen! Viel Spaß mit dieser wirklich alten Technik, die so viel Komfort bringt!