Quiltwinter - Tag 25

 Was braucht man im Winter ganz besonders? Vitamine! 

Heute gibt es nichts Weihnachtliches, heute gibt es eine Idee. Und einige Anmerkungen, die man beherzigen kann oder auch nicht, denn jeder von uns kann tun und lassen was er will. 

Wer gemeinsam mit mir You Tube Videos sieht, der hat (angeblich) seinen Spaß. Ich kann meinen Mund nicht halten, vergleichbar angeblich die Art von Shopping Queen á la Guido Maria Kretschmer. Der übrigens, weg von der Kamera, nicht so nett kritisiert wie im Fernsehen, selbst erlebt - aber, ich bin nett dabei. 

Beispiel bei mir .... Mädl, das Bügeleisen beisst nicht! Das hat einen Griff, du tust dir nicht weh wenn du dazwischen auch mal bügelst statt den Donauwalzer zu nähen? ... Oder: das können wir doch besser, gell? Einen Finger runter vom Lineal und rauf auf den Stoff, dann hält das Lineal auch dort wo es sein soll und wandert nicht aus über den Ozean und wir schauen hinterher! 

Naja, solange man freundliche Bemerkungen macht ist es nicht verpönt. 

Bei diesem Video hier ist soweit alles und nichts in Ordnung. Steckt die Stecknadeln bitte immer im 90 Grad Winkel zum Stoff, und nicht parallel. Man kann alles sofort auf Vlies nähen und nicht erst hinterher quilten, das ist immer ein Top-Idee für schnelle Mug Rugs, nicht nur für Topflappen. Tischsets usw. - aber hier geht es um den Apfel. 

Denn es gibt massig Formen im Netz, von Gemüse zu Obst, einfach ein wenig umsehen und immer sammeln, sobald man etwas entdeckt. Ausdrucken, ablegen, denn man findet garantiert in der besten Onlinesammlung nichts, sobald man es braucht. 

Fakt ist - das ist eine echt belohnende Näharbeit. Wenn man die Feiertage ruhig verbringen möchte und schnell etwas näht zwischen Besuch, oder auch nicht Besuch, dann ist das genau das Richtige. 

Aber ... bitte bügelt. Es beisst echt nicht. Wellen sind super, im Meer. 




Sind noch Stoffe da? - Adventskalender 2025

 

Der Adventskalender ist geöffnet und alle Türchen sind kein Geheimnis mehr.
Und weil einige von euch gefragt haben, ob es von manchen Stoffen noch ein bisschen mehr geben könnte, sind jetzt tatsächlich ein paar Meter im Shop gelandet.
Die Stoffe sind natürlich auch für alle bestellbar, die heuer keinen Adventskalender hatten.

Noch erhältlich sind kleine Restmengen aus Good Tidings und Jolly St. Nick von Makower UK.
Alles andere aus dem Adventskalender ist inzwischen ausverkauft. Passende Basics gibt es noch im Webshop – und wenn unsicher ist, ob etwas zusammenpasst oder noch irgendwo ein Meter schlummert: einfach melden, wir schauen gern nach.

Quiltwinter - Tag 24

 Der Zauber der Weihnacht wird heute komplettiert durch den Zauber der Garnfee - ein Quilt, der viel Freude beim Nähen macht, den jeder aus dem eigenen Stoffstapel nähen kann und die Größe auch selbst bestimmt.

Eine freudige Sache, das Nähen der Garnfee. Man kommt in den sogenannten "Flow" und kann sich die Gedanken wegnähen, es rutscht nur so unter der Nähmaschine dahin und auch der Zuschnitt ist etwas, wo man nicht lange nachdenken muss. 

Wir wünschen Euch allen Frohe Weihnachten, einen ruhigen und besinnlichen Heiligen Abend!  

Und HIER geht es zum Link der Garnfee 



Quiltwinter - Tag 23

 Quilts im Film oder Wenn Stoff Geschichten trägt

Quilts sind im Kino selten bloß Requisiten. Sie fungieren als Gedächtnisspeicher, als Beziehungsanker, manchmal als stilles Zeichen für Gemeinsamkeit im Gegensatz zur lauten Welt. Wer genau hinsieht, entdeckt Patchwork dort, wo Filme besonders menschlich werden oder "where love resides".

Hier eine sorgfältig ausgewählte Filmrunde, in der Quilts nicht zufällig auftauchen, sondern auch Bedeutung haben.


How to Make an American Quilt

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Der wohl bekannteste Quiltfilm überhaupt. Ein Sommer, ein Frauenkreis, viele Lebensgeschichten – zusammengehalten durch Stoffe und Gespräche. Quilts stehen hier für Erinnerung, Übergänge und die leise Weitergabe von Erfahrung, dazu kommt natürlich eine große Portion Liebe. Ein Film, der zeigt, warum Nähen mehr ist als Technik und in dem es wirklich nur um diesen Quilt geht - mit einigen Nebendarstellern. 


Fried Green Tomatoes

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Quilts erscheinen hier ganz selbstverständlich im Alltag der Frauen von Whistle Stop. Sie sind Teil von Küche, Freundschaft und Widerstand. 


The Magic of Ordinary Days

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Ein leiser Film über Nachkriegszeit, Anpassung und vorsichtige Nähe. Quilts stehen in diesem Film für Ordnung, Fürsorge und das langsame Ankommen in einem Leben, das man sich nicht ausgesucht hat. 


Places in the Heart

Mitten in der amerikanischen Depression verankert, zeigt dieser Film Quilts als selbstverständlichen Teil des häuslichen Überlebens. Stoffe wärmen, strukturieren den Alltag und geben Halt, wo wenig Sicherheit bleibt. 1930, Texas. Sally Field, frisch verwitwet


The Quilts of Gee's Bend

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Dokumentarisch, klar, beeindruckend. Die Quilts von Gee’s Bend zeigen, wie aus Notwendigkeit  Schönheit entsteht. Hier wird Patchwork zur Kunstform – lange bevor der Kunstmarkt hinsah. Und Gee´s Band Quilts sind vielen siche ein Begriff. Falls nicht, bei Youtube gibt es eine Menge darüber zu sehen.


Common Threads: Stories from the Quilt

Der AIDS Memorial Quilt als politisches und zutiefst menschliches Statement. Jede Fläche steht für ein Leben, jede Naht für Erinnerung. Ein Film, der zeigt, wie Textilarbeit gesellschaftliche Wirkung entfalten kann. Dramatisch und real. 


Harry Potter and the Philosopher’s Stone

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In Hagrids Hütte, am Bild ein Ausschnitt aus der Studiotour der Warner Brothers Tour Studio London, liegt im Film ein Patchwork-Quilt der leicht übresehen wird. Er gehört nicht zur Handelung, aber er gehört zu Hagrid. Zwischen schiefem Mobiliar, Teekesseln und teilweise verbotenem, magischem Chaos wirkt der Quilt wie ein stilles Gegengewicht - auch der Riese Hagrid braucht es behaglich. 

Ich bin überzeugt, ihr kennt massig Beispiele von Quilts, die plötzlich in Filmen auftauchen und wo man die Mitzuseher erschreckt mit dem Ausruf: DA EIN LOG CABIN! Hat man die Familie aber richtig gut erzogen zu Quiltlovern, dann kommen die Rufe von ganz allein. Gilmore Girls, Friends, sogar beim Bullen von Tölz (wo ich einiges für das Set für die Filmfirma beisteuern konnte, der Anruf nach Topflappen war anfangs schon sonderbar) tauchen sie auf. Unsere Schätze. 

Viel Spaß, wer Lust auf einen quiltigen Film hat! 


Quiltwinter - Tag 22

 Und weiter geht es heute mit Block 10 von "Ende gut - alles Gut", diesmal sind Bergman und Rosselini das Thema. 

Den Link zur Anleitung findet ihr HIER - BLOCK 10

Wir werden den Quilt noch in diesem Winter fertigstellen mit den Anleitungen, zwei Blöcke fehlen noch. Wer noch einsteigen möchte, alle Anleitungen dazu befinden sich hier am Blog. 

Der innere Stern ist auch vielseitig anderswo zu verwenden, eine einfache Art zu nähen und effektvoll, Größe Innenblock: 20 cm, kompletter Block 30 cm 

Quiltwinter - Tag 21

Die Maschinennäher/quilter kennen die Problematik - man braucht es, aber man ist ständig hinterher. 

Das wandernde Nähmaschinenpedal - kleines Problem mit großer Auswirkung

Es gibt Dinge im Nähzimmer, die gehören zur Grundausstattung. Stoff, Faden, Scheren, Kaffee oder Tee. Und dann gibt es Dinge, die eigentlich auch zwingend dazugehören, sich aber regelmäßig selbständig machen - das Nähmaschinenpedal. 

Kaum ist man selbst und/oder die Nähmaschine warm gelaufen, fängt es an zu wandern. Zuerst nur ein Stück, dann streckt man eben den Fuß ein wenig aus. Und irgendwann tappst man unter dem Tisch herum wie ein Flamingo auf Glatteis. Raus aus der Konzentration, Rhythmus ist weg, dafür geht man jetzt auf Tauchgang. Unter den Tisch, man suche das Pedal. 

Die Lösungen - zuerst die Klassiker, bewährt und bodenständig

Die einfachste Lösung und am meisten benutzt, die Antirutschmatte. Die gibt es speziell für Nähmaschinenpedale oder zweckentfremdet aus Küche, Bad oder Schreibtisch.



Vornweg: der Silikon-Topflappen. Er ist hitzefest, das Pedal ab nun nervenfest. Dünn, griffig, leicht zu reinigen und wahrscheinlich sogar schon im Haushalt vorhanden.

Einige sind überzeugt von ihrem Mousepad-Trick. Hilft vielen, nicht mir, es kommt ja auch auf das Mousepad an. Bei mir würde das Nähmaschinenpedal noch um eine Runde schneller flitzen. 

Die Hardcore Lösung - Klebeband!

Ich tippe jetzt nicht "Empfehlung" dazu, denn das ist wirklich eine sehr eindrucksvolle, dauerhafte Lösung. Die aber beim nächsten Putzanfall unter dem Nähtisch sicher Probleme machen wird. Nur, wenn die Nerven blank liegen ist wirklich alles erlaubt. 

DIY - oder ich nähe mir eine Lösung 

Was liegt näher, als sich das Problem an der Nähmaschine wegzunähen. Dazu gehören Pedal-Pads mit rutschfesten Unterseiten, wobei man wirklich dringend auch auf eine rutschfeste Oberseite achten sollte. Mit Bindings aus hübschen Stoffen, und kleinen Stopper-Röllchen vorne dran. Funktional, hübsch und ein Beweis dafür, dass QuilterInnen wirklich für alles eine Lösung nähen können. 

Schubladeneinsätze, wie von IKEA und Co, sind ebenfalls beliebt. Sehr dünn und werden oft mehrlagig vernäht und wieder mit einem Binding zusammengehalten. Geht schnell, kein Drama und das Pedal bleibt wo es sein soll. 



Die eher ungewöhnlichen Lösungsansätze

In einer Dear Jane Gruppe, vor XX Jahren, kam der Vorschlag das Pedal gegen eine Wand zu rücken und zu hoffen, dass die Wand stärker ist. Da ging es auch wirklich um Millimeter beim Nähen, eine Menge Konzentration und ein "Wanderpedal" hat da so manchen online Schreikrampf verursacht. Pedal verrutscht, Miniteilchen verrutscht, alles nochmal von vorne. 

Was ich besonders schätze ist ein Tipp: einmal UNTER das Pedal zu sehen! Denn eine kräftige Lage an kleinen Fäden, Ministoffteilchen so groß wie Staub usw., die machen aus jedem eigentlich stabilen Pedal eine Eislaufbahn. Nicht das Pedal ist schuld, es hilft nur beim Putzen und sammelt alles ein, was sich ihm bietet. 

Und wenn man dieses Problem, falls man es hat, wirklich beseitigt hat - dann weiß man, dass man an diesem Tag immerhin dieses eine Problem wirklich gelöst hat. Eines weniger. 


Quiltwinter - Tag 20


 Es geht heute nicht nur um Technik oder die Tasche sondern ich möchte Euch gerne den Kanal von HandyMumLin bei Youtube zeigen. Wer ihn noch nicht kennt, HandyMumLin ist eine YouTuberin und Social-Media-Quilterin, die sich im kreativen DIY-Bereich auf Patchwork, Quilten und Upcycling mit Stoffresten spezialisiert hat. 

Ihr Content-Universum dreht sich um sanftes, achtsames Arbeiten mit Stoffen, insbesondere kleine Patchwork-Projekte, Quilt-Ideen, einfache Näh-Workshops und Verwertungs-Inspirationen. Oft entstehen aus wenigen Stoffresten Taschen, Täschchen, kleine Quilts oder Geschenkideen, die nicht nur funktional, sondern auch emotional wertvoll sind. 

Die Videos tragen häufig ruhige Musik und meditative Stimmung, was sich sehr bewusst von hektischen Tutorial-Formaten abgrenzt: es geht nicht um Tempo, sondern um den kreativen Prozess selbst. Ein wunderbarer Kontrast zu diesen extrem schnellen Reels, die man xmal ansehen muss um dabei zu bleiben bei den Arbeitsschritten.

Sie erzählt kleine Geschichten, mit Stickereien, einzelnen Stichen die sich dann zu Blüten formen oder anderen Akzenten. Es ist ruhig, sanft und man muss es auch nicht unbedingt nacharbeiten - man ist aber trotzdem immer direkt dabei. 

Die Tasche habe ich übrigens genäht - nicht mit aufwendigen Stickereien sondern mit Scrapstoffen mit Motiven. Und nach ihrer Methode, ich kann nur sagen - es wäre viel schneller gegangen. Aber bei weitem nicht so entspannend. 

Vielleicht wollt Ihr Euch einmal bei HandyMumLin umsehen 

Eure Roswitha  

Quiltwinter - Tag 19

 Warum Quilterinnen ihre eigenen Projekte nicht mehr finden

...................................und weshalb das nichts mit Unordnung zu tun hat. 

    Fast jede Quilterin kennt diesen Moment. Da liegt ein begonnenes Teil, sorgfältig weggepackt. Aus den verschiedensten Gründen nicht weitergenäht, weil eben auch manchmal das Leben dazwischenkommt. Mit einer Sehnenscheidenentzündung geht es nicht, wenn in der Familie jemand krank ist ebenfalls, die Kinder brauchen einen -- ja klar, wir helfen. Das Projekt ist ein Sommerprojekt, ein Winterprojekt, falsche Jahreszeit? Wir packen weg -- und so weiter, die Liste ist endlos. Es ist nicht immer, dass man fliegend von Projekt zu Projekt wechselt weil man gerade Lust und Laune hat. Und man zieht keine Augenbraue in die Höhe, wenn jemand sagt -- ach du meine Güte, das habe ich doch auch einmal angefangen zu nähen! - Wir wissen nicht, warum es nicht weiterging. Also, ans eigene Leben denken und die Situationen durchgehen, wo man selbst gefordert war und nicht nähen konnte.

     Man nimmt also dieses eine Projekt in die Hand, betrachtet es einen Augenblick – und merkt, dass etwas fehlt. Nicht der Stoff, nicht die Zeit, sondern die Erinnerung. Was war das für eine Anleitung? Welche Größe war geplant? Und wo liegt eigentlich das Buch, der Ausdruck oder der Ordner, aus dem das Ganze entstanden ist? Was hätte das werden sollen? 300 geteilte Quadrate -- da hatte ich mir doch etwas dabei gedacht? Nur WAS?

    Mit den Jahren sammeln sich Quiltbücher, Hefte und ausgedruckte Anleitungen an. Ordner werden angelegt, Register beschriftet, Mappen gefüllt. Trotzdem bleibt dieses Gefühl, dass man nichts mehr findet oder ganz einfach etwas im Gedächtnis hat, nicht genau weiß was, aber man weiß -- das ist irgendwo. Das liegt nicht an mangelnder Ordnung, sondern an der Art, wie wir suchen. Quiltprojekte werden nicht logisch gesucht. Sie werden visuell erinnert. Niemand denkt an Titel, Seitenzahlen oder Alphabet. Gesucht wird ein Bild, eine Stimmung, ein Fragment. Das Blaue mit den Dreiecken! Das Sommerprojekt! Das mit den Resten aus der Streifenkiste!

    Genau deshalb helfen klassische Ordnungssysteme so wenig. Sie setzen voraus, dass man schon weiß, wonach man sucht. In der Praxis ist es meist umgekehrt. Wir haben nur eine ganz kleine Gedankenwolke zur Verfügung, wonach wir wirklich suchen. Mehr so eine Art vager Gedanke.

    Was wirklich hilft, ist Wiedererkennung. Und die entsteht über Bilder, kurze Notizen und ein wenig Kontext.

    Eine der zuverlässigsten Methoden ist erstaunlich unspektakulär. Ein Foto vom begonnenen Quilt, ein Foto der dazugehörigen Anleitung, dazu ein paar Zeilen, was bereits genäht ist oder noch fehlt. Mehr braucht es nicht. Ob digital abgelegt oder ausgedruckt und in ein kleines Heft geklebt, spielt dabei keine große Rolle. Entscheidend ist, dass beim Durchblättern sofort klar ist, worum es geht. Ein Blick genügt, und das Projekt ist wieder da. Nicht gesucht, sondern erkannt.

    Gerade bei Projekten, die eine Weile gelegen sind, ist nicht einmal die Anleitung das größte Problem, sondern das Werkstück selbst. Man sieht es und weiß nicht mehr, an welchem Punkt man aufgehört hat. Hier hilft es enorm, wenn das Projekt sich selbst erklärt. Eine kleine Karte oder ein Zettel, der beim Quilt bleibt, mit ein paar knappen Informationen: Woher die Anleitung stammt, welche Größe geplant war, was bereits erledigt ist und wo die Anleitung zu finden ist. Diese paar Zeilen sparen später erstaunlich viel Denkenergie und machen den Wiedereinstieg leicht.

    Viele arbeiten gern mit Papier, und das ist völlig in Ordnung, solange man sich nicht in Archivlogik verstrickt (zugegeben, einige beherrschen das, wir haben einige SteuerberaterInnen in unseren Reihen - ich habe die Hoffnung, dass sie das locker schaffen. Ich nicht.) Statt dicker Ordner mit Registern funktioniert oft ein schmales Projektbüchlein besser. Pro Projekt eine Doppelseite, links ein Foto, rechts handschriftliche Notizen und kleine Fortschrittsvermerke. Dieses Heft darf benutzt aussehen. Es ist kein Sammlerstück, sondern ein Werkzeug. Und wenn das Gedächtnis streikt, dann ab in das Heftchen. Auch da habe ich mehrere, aber es funktioniert - wenn ich die Konsequenz aufbringe, wirklich sofort einen Eintrag zu machen.

    Auch bei Anleitungen selbst lohnt sich ein Perspektivwechsel. Alphabetische Ordnung klingt vernünftig, hilft aber selten weiter. Viel zugänglicher sind thematische Sammelstellen. Dinge, die man irgendwann einmal nähen möchte. Projekte für zwischendurch. Größere Vorhaben, die Zeit brauchen. Spielereien mit Resten. Anleitungen dürfen dabei ruhig mehrfach existieren. Eine Kopie dort abzulegen, wo man sie gedanklich sucht, ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Erleichterung. Wer eine Pinterest-Pinwand hat, der weiß wie man sortiert wenn es überhand nimmt. So kann man auch im eigenen Nähbereich Ordnung schaffen.

    Und dann gibt es noch all das, was noch kein Projekt ist, sondern eine Idee. Ein Muster, ein Detail, ein Quilt, der einen nicht mehr loslässt. Dafür braucht es keinen Ordner mit vollständigen Anleitungen, sondern einen Ort für Auslöser. Fotos, Ausschnitte, kurze Notizen. Ein persönliches Ideenarchiv, das nicht zum Nähen verpflichtet, sondern Lust bewahrt. Und es gibt die Dinge, in die man verliebt ist. Die man jetzt nicht nähen möchte, aber die echte Objekte der Begierde sind. Wenn man die ebenfalls an einem Ort unterbringt schafft man Raum und Zeit für eine schöne Stunde mit sich selbst. Denn dann muss man diese Wunderdinge nicht suchen, sondern eben einfach nur "bewundern", an einem Fleck, und nicht verstreut. 

    Am Ende hilft es, sich eines klarzumachen: Quiltprojekte sind keine Akten. Sie sind angefangene Gedanken. Sie dürfen gedanklich bei uns bleiben, sie dürfen begonnen werden, sie dürfen ruhen, sich verändern und wieder aufgenommen werden. Systeme, die das respektieren, funktionieren langfristig besser als jede perfekte Ordnung. Und senken die Frustschwelle gehörig. 

Manchmal reicht ein einziges gutes Foto, um den Faden wieder aufzunehmen. Und dann ab damit zu Dropbox oder einer anderen Cloud, eine kleine Notiz dazu oder bei Pinterest einen "geheimen Ordner" aufmachen und die Dinge dort parken. 

    Ich liebe nach wie vor Ausdrucke. Ich habe dicke Mappen, es gibt tolle mit bereits eingeschweissten, dünnen Folien und da parke ich Muster. Und nichts leichter als das, mich da durchzuwühlen - jedes Muster eine Folie (und nicht jedes Blatt). Wenn Euch so etwas ungerkommt, meistens sind sie im Angebot und kosten 3 bis 5 Euro mit 100 Blatt, dann gleich zuschlagen! Es schont Eure Nerven ungemein. 

Eure Roswitha 



Quiltwinter - Tag 18



"Bringst Du auch etwas Genähtes mit?" Ja natürlich. Ich schaffe einen King Size Quilt in zwei Nächten. Also von wegen, aber wahrscheinlich kennt das jeder, die Wünsche an QuilterInnen. Diesen Zugbeutel habe ich schon xfach genäht, in allen möglichen Quadratgrößen. Das Tutorial ist auch für Nähen mit Kindern ansprechend.

Nehmt zwei hübsche Stoffe, denkt daran dass einer die Blütenblätter darstellt, und es kann losgehen. Bänder lassen sich auch gut recyceln von hübschen Verpackungen, ich habe eine nette Sammlung an Satin- und Seidenbändern von Firmen. Man kann ja so schlecht etwas wegwerfen was sich noch verarbeiten lässt, oder? 

Quiltwinter - Tag 17

 

Von Schnee ist bei uns derzeit nichts zu sehen, wir hatten schon, aber ist schon ein paar Wochen her. Somit lassen wir es jetzt eben winterlich mit Stoff schneiden. 

Applikationen sind wirklich einfach und geben Quilts nochmal das besondere Extra. Wenn ihr, so wie hier, einen Wandbehang ausarbeiten wollt, dann reicht wirklich auch eine Klebeapplikation. Das hat schon etwas von "Basteln mit Stoff", aber ich habe einen 28 Jahre alten Sunbonnet-Halloween-Wandbehang, geklebt bis zum kleinsten Kürbis, und der darf jedes Jahr wieder heraus und bei uns mitmischen. Und da ist nicht ein einziger Stich auf dem gepatchten Hintergrund appliziert. Und hält und hält .... und falls es nicht mehr fixiert wäre, so reichen ein paar Maschinenstiche. Sogar Geradstiche sind genug an Applikation.

Also nicht entmutigen lassen, "das kann ich nicht" heisst eigentlich immer "will ich nicht". Und die Anleitung zum Winterbanner gibt es wieder HIER bei Dropbox 

Und die Gewinner sind ......

 

......... Dagmar, Ursel, Karin, Judith und Martina!


Wir freuen uns auf ein gemsames Clubjahr mit Euch! Emails dazu sind bereits in Eurer Mailbox, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn!

Eure Country Rosen  

Quiltwinter - Tag 16

 

Heute verlosen wir fünf Jahresabos für den Country Rose Club! 
Der Club startet im Januar und läuft ein ganzes Jahr, Versand per Email.

Wer bis 16.12.2025 - 23:59 Uhr - in unserer Mailbox landet bei bestellung @ countryrose.at, Betreff CLUB, der ist dabei! 

Fünf Jahresabos - wir drücken Euch die Daumen! 

Quiltwinter - Tag 15

 Wir haben beinahe die Hälfte unseres Quiltwinters 2025 erreicht - noch bis 31.12. werden wir quiltig durch den Winter gleiten. Also von "gleiten" ist hier keine Rede, eher durch den Regen schlüpfen, aber meistens taucht der Winter im Februar auf. Und ohne Schneeschaufeln auszukommen ist jetzt auch keine sonderliche psychische Belastung, das kann ich verschmerzen. 

Heute geht es wieder um eines unserer Lieblingsthemen -- nein, nicht Hunde. Sondern Paneele!
Es kommt wieder ein Standardpaneel mit 60 x 110 cm (auch da ist die Größe wieder anpassbar) ins Spiel und da es sich bei mir um ein Hundepaneel handelt buddelt uns der kleine Malteser heute etwas aus. 


Applikationsvorlagen für die Pfoten und auch die Paper Piecing Vorlage für die fliegenden Gänse ist natürlich dabei. 
Wenn Euch das Muster gefällt, dann ladet es bitte herunter, denn nach dem Quiltwinter hier am Blog werden die meisten Anleitungen "wegschmelzen".

Viel Spaß alleine schon bei Überlegen, welches von euren Paneelen Ihr verwenden könnt!